Rechtsformen

Häufig kann bereits am Unternehmensnamen erkannt werden, welche Rechtsform ein Unternehmen gewählt hat. Typische Beispiele sind Unternehmen mit den Rechtsformen GmbH oder AG: Im Unternehmensnamen ist der Hinweis auf die Rechtsform direkt enthalten. Allerdings müssen viele Leute zugeben, dass sie sich mit den Rechtsformen (die umgangssprachlich auch häufig als Gesellschaftsformen bezeichnet werden) nicht auskennen bzw. über deren Bedeutung nicht Bescheid wissen. In diesem Referat soll daher aufgezeigt werden, was es mit den Rechtsformen auf sich hat und welche Rechtsformen in Deutschland existieren.

Warum verschiedene Rechtsformen?

Selbstverständlich hat es seine Gründe, dass es verschiedene Rechtsformen gibt und Unternehmen zwischen verschiedenen Varianten wählen können. Wie die Entscheidung gefällt wird, hängt im Wesentlichen von zwei Faktoren ab. Zunächst einmal spielt die Haftung eine wichtige Rolle: Durch Wahl der richtigen Rechtsform ist es möglich, dass sich die Unternehmenseigentümer bzw. die sogenannten Gesellschafter der persönlichen Haftung entziehen können. Dies gilt für deren Privatvermögen: Es gibt Unternehmen, bei denen die Gründer bzw. die Eigentümer mit ihrem Privatvermögen haften. Dies bringt Vor- und Nachteile mit sich.

Sollte ein Unternehmenseigner mit seinem privaten Vermögen haften, so ist dies vor allem dann von Vorteil, wenn es um das Thema Unternehmensfinanzierung geht. Weil das Privatvermögen in die Haftung fällt, können oftmals hohe Sicherheiten gestellt werden, wodurch sich die Aufnahme von Krediten relativ einfach gestaltet. Auf der anderen Seite bringt die persönliche Haftung gewisse Risiken mit sich. Sollte es beispielsweise zu einem Rechtsstreit mit Kunden oder anderen Unternehmen kommen, so können die privaten Vermögen der Gesellschafter ernsthaft gefährdet werden: Im schlimmsten Fall verlieren sie ihr gesamtes Hab und Gut. Vor allem aus diesem Grund ziehen es viele Unternehmer vor, eine Rechtsform zu wählen, die eine Privathaftung ausschließt.

Rechtsformen im Überblick

Einschließlich der Personen und Anstalten öffentlichen Rechts gibt es in Deutschland mehr als 20 verschiedene Rechtsformen. Zu den Rechtsformen, die eine Privathaftung der Gesellschafter vorsehen, zählen Einzelunternehmen, Gesellschaften bürgerlichen Rechts (GbR), Offene Handelsgesellschaften (OHG) und Kommanditgesellschaften (KG).

Im Gegensatz dazu gibt es Rechtsformen, die es erlauben, Unternehmen zu gründen und zu führen, die als juristische Personen einzustufen sind, weshalb die Gesellschafter keiner privaten Haftung unterliegen. Zu diesen Rechtsformen zählen die Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH), die Aktiengesellschaft (AG), die Unternehmergesellschaft (UG), die Eingetragene Genossenschaft (eG) sowie die Stiftung des privaten Rechts.

Informationen zur GmbH

Eine der Rechtsformen, auf die man besonders häufig trifft, ist die GmbH. Der hohe Verbreitungsgrad hat einen simplen Grund: Eine GmbH kann vergleichsweise schnell und kostengünstig gegründet werden. Zugleich können sich mehrere Gesellschafter an einer GmbH beteiligen - und das sogar mit verschieden großen Anteilen. So ist es beispielsweise möglich, als Minderheitsgesellschafter oder auch als Mehrheitsgesellschafter aufzutreten. Zudem können sich nicht nur Privatpersonen sondern auch andere Unternehmen (ebenfalls juristische Personen) an Gesellschaften mit beschränkter Haftung beteiligen.

Eine GmbH haftet ausschließlich mit ihrem Stammkapital in Höhe von 25.000 Euro. Die Gesellschafter haften mit ihren privaten Vermögen nicht. Bei der Gründung reicht es aus, wenn ausschließlich die Hälfte des Stammkapitals in Barmitteln eingezahlt wird.


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