Einfacher Wirtschaftskreislauf

In einer arbeitsteiligen Wirtschaft stehen sich Nachfrager und Anbieter gegenüber. Die Nachfrager erwerben Einkommen, indem sie ihre Arbeitskraft zur Verfügung stellen. Das Einkommen verwenden sie zur planvollen Befriedigung ihrer Bedürfnisse. Die Nachfrager, man spricht auch von Haushalten, erzeugen kaum noch Güter für den eigenen Bedarf. Vielmehr kaufen Sie ihre Güter bei den Unternehmen, die die Güter erzeugen und bereitstellen.

Unter Unternehmung versteht man in der Wirtschaft eine selbstständige rechtliche Wirtschaftseinheit mit eigenem Rechnungswesen, Risiko sowie Vermögen. Sie stellt das finanzielle Fundament des Betriebes, die rechtliche Verfassung und die mit dem Markt verbundene Seite des Betriebes dar. Eine Unternehmung kann mehrere Betriebe umfassen. Unter Betrieb wird in der Wirtschaft die Produktionsstätte der Unternehmung verstanden, in der Sachgüter und Leistungen hergestellt werden.

Die Haushalte stellen den Unternehmen ihre Arbeitsleistung zu Verfügung. Zudem erhalten die Unternehmen von den Haushalten Grundstücke (Boden) und Geld zur Finanzierung der Produktion (Kapital). Die Haushalte erhalten als Gegenleistung Geld von den Unternehmen (Einkommen als Lohn, Pacht oder Zinsen). Die Haushalte verwenden das gesamt Einkommen zum Kauf von Gütern, das heißt, es wird nicht gespart. Von den Unternehmen fließen den Haushalten im Tausch mit ihren Geldausgaben Konsumgüter zu.

Die Einnahmen der Haushalte, die den Unternehmen in voller Höhe zufließen, werden so zu Ausgaben. Für diese Unternehmen stellen sie Erlöse dar, die als Einkommen für die Faktorleistungen wieder den Haushalten zukommen. Der Kreislauf des Wirtschaftsprozesses ist geschlossen und beginnt von neuem. Es findet also zwischen diesen beiden Bereichen der Wirtschaft eine ständige Wiederholung von Kauf und Verkauf statt. Dabei steht einer großen Zahl von Haushalten eine Vielzahl unterschiedlicher Unternehmen, wie zum Beispiel Automobilhersteller, Elektrogerätehersteller, Sportartikelhersteller, Groß- und Einzelhändler, gegenüber. Es entsteht ein System von Geld- und Güterströmen, der sogenannte Wirtschaftskreislauf. Im Wirtschaftskreislauf fließt jedem Güterstrom ein wertgleicher Geldstrom entgegen. Da sich Produktion und Konsum unverändert wiederholen, wird es kein Wachstum der Wirtschaft in diesem geschlossenen System geben.

Bislang wurde unterstellt, dass die privaten Haushalte ihr gesamtes Einkommen für den Kauf von Konsumgütern ausgegeben haben und dass nur Konsumgüter produziert wurden. Mit anderen Worten: Die Unternehmen investieren nicht in neue oder verbrauchte Produktionsgüter.

Geht man von der realistischen Annahme aus, dass die Haushalte Teile ihres Einkommens sparen, das heißt auf Konsum verzichten, und dieses Geld zum Beispiel bei den Kreditinstituten anlegen, so muss das Kreislaufschema ergänzt werden. Das gesamte Einkommen (Y) der Haushalte wird verwendet für den Kauf von Konsumgütern (C) und zur Bildung von Ersparnissen (S). Daraus kann man verkürzt die Gleichung der Einkommensverwendung aufstellen: Y = C + S Die Kreditinstituten geben die eingenommenen Gelder in Form von Krediten an die Unternehmen weiter zur Finanzierung von Investitionsgütern, wie zum Beispiel Maschinen, Gebäude oder Fuhrpark. Wird unterstellt, dass die Kreditinstituten die von privaten Haushalten gesparten Einkommensteile in voller Höhe an die Unternehmen weitergeben, so wird die durch das Sparen ausgefallene Konsumgüternachfrage durch die Nachfrage nach Investitionsgütern ersetzt. Der Wirtschaftskreislauf wäre damit erneut geschlossen, die Wirtschaft befindet sich wieder im Gleichgewicht. Da sämtliche Einkommen bei der Herstellung von Investition- und Konsumgütern erzielt werden, kann man hieraus die Gleichung der Einkommensentstehung ableiten: Y = C + I Wenn C + I = C + S ist (denn es ist ja Y = Y), dann kann daraus geschlossen werden, dass Sparen und Investieren gleich groß sein müssen: S = I


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