Die freie Marktwirtschaft

Wer in Deutschland bestimmte Produkte kaufen möchte, hat die Qual der Wahl: Die Auswahl ist sehr groß, da in den meisten Fällen aus den Produkten verschiedener Anbieter gewählt werden kann. Hierdurch wird es möglich, verschiedene Qualität nutzen und vor allem auch Preise vergleichen zu können. Der Handel ist nahezu uneingeschränkt möglich: Es gibt fast nichts, das man nicht kaufen könnte – zugleich sind die meisten Produkte im Überschuss vorhanden.

Allerdings ist dies längst nicht in allen Ländern so. Deutschland verfügt nämlich über einen freien Markt, weshalb man auch häufig von der freien Marktwirtschaft spricht. Sie erlaubt es, dass Marktteilnehmer (Käufer und Verkäufer) uneingeschränkt handeln können. Vor allem Unternehmen haben es gut: Sie können letztlich die Produkte und Dienstleistungen anbieten, die sie auch wirklich anbieten möchten. Sollten Marktlücken entdeckt werden, so haben sie die Chance, diese Lücken auch zu bedienen. In anderen Ländern wie beispielsweise in Großbritannien oder den USA herrschen ganz ähnliche Marktbedingungen vor. Ganz anders sieht die Situation in Ländern aus, in denen es keine freie Marktwirtschaft gibt. Dies trifft besonders für große Teile Asiens zu. Dort stößt man immer noch auf viele Ländern, in denen die sogenannte Planwirtschaft vorherrscht. Die Planwirtschaft ist sozusagen der Gegenspieler der freien Marktwirtschaft.

Freie Marktwirtschaft vs. Planwirtschaft

Die Grundidee der Planwirtschaft besteht darin, dass der Staat als Regulator aktiv ist: Er schreibt genau vor, welche Unternehmen auf dem Markt tätig sein dürfen. Zugleich kommt es häufig vor, dass die Unternehmen ihre Preise nicht selbst bestimmten können. Stattdessen schreibt der Staat vor, zu welchen Preisen einzelne Produkte angeboten werden müssen. In einigen Ländern (wie beispielsweise in China) kommt erschwerend hinzu, dass sich der Grund und Boden ebenfalls in den Händen des Staats befindet - Visionäre haben lediglich eingeschränkte Möglichkeiten, eigene Unternehmen zu gründen.

Das große Problem bei diesem Konzept besteht vor allem darin, dass der Staat nur schwer abschätzen kann, welcher Bedarf tatsächlich existiert. So kommt es häufiger vor, dass bestimmte Waren im Überschuss produziert werden und es hingegen bei anderen Waren und Gütern an allen Ecken und Enden fehlt.

Wirtschaftsexperten sehen genau hierin den großen Vorteil der freien Marktwirtschaft: Wenn ein Bedarf besteht, kann dieser wesentlich schneller gedeckt werden. Da kein Staat regulierend eingreift, können sich mehrere Unternehmen darum bemühen, den Bedarf zu decken. Zugleich bestimmen Angebot und Nachfrage den Preis: Der Staat kann nicht vorschreiben, zu welchen Preisen einzelne Waren und Güter angeboten werden dürfen. Dies kann unter den Produzenten schnell zu einem Wettbewerbsdruck führen, der automatisch zur Verbesserung der Produkte sowie zu sinkenden Preisen führt.

In Deutschland herrscht übrigens eine besonders Form der freien Marktwirtschaft vor, die auch als soziale Marktwirtschaft bezeichnet wird. In diesem Fall nimmt der Staat geringfügige Einschränkungen vor, die die Bürger vor der Profitgier der Unternehmen schützen soll. Außerdem sollen Arbeitsplätze gesichert werden, beispielsweise indem ein Kündigungsschutz gesetzlich etabliert wurde. Der große wirtschaftliche Erfolg bzw. das starke Wachstum, das die BRD nach Kriegsbeginn erzielen konnte, ist ein Beweis dafür, wie gut die soziale Marktwirtschaft funktioniert.


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