Die deutsche Bundesbank

Nach dem Ende des zweiten Weltkriegs waren vor allem die westlichen Besatzungsmächte darum bemüht, die deutsche Wirtschaft wieder fit zu machen. Um dieses Ziel zu erreichen, musste unter anderem ein Bankensystem geschaffen werden. Man einigte sich darauf, ein Bankensystem zu schaffen, das stark an das System der USA angelehnt ist. So entstand im Jahre 1948 die „Bank deutscher Länder“. Sie wurde streng nach dem Prinzip des Föderalismus ausgerichtet, weshalb die Bank mit der US-amerikanischen Notenbank FED (Federal Reserve) verglichen werden kann. Sie stand über den sogenannten Landesbanken und war vor allem für die Notenausgabe zuständig.

Im Jahr 1957 erfolgte die Umbenennung der „Bank deutscher Länder“ zur Deutschen Bundesbank. Gleichzeitig wurde auch eine Neuausrichtung vorgenommen, die vor allem darin bestand, den Aufgabenbereich der Bank zu erweitern. So wurde u.a. den erst kurz zuvor installierten Landeszentralbanken, die fortan nicht mehr als Notenbanken tätig sein durften, ein großer Teil der Macht entzogen. Stattdessen wurden sie mit der Bundesbank verschmolzen und übernahmen die Funktionen einzelner Hauptverwaltungen.

Die Aufgaben der Deutschen Bundesbank

Es ist eine Vielzahl an Aufgaben, die von der Deutschen Bundesbank übernommen wird. Grob betrachtet kann zwischen zwei wesentlichen Aufgabenbereichen unterschiede werden. Zum einen ist die Bundesbank als Zentralbank aktiv, zum anderen übernimmt sie auch die Aufgaben einer Notenbank.

Die Bundesbank als Zentralbank

Als Zentralbank ist die Deutsche Bundesbank dafür verantwortlich, für Liquidität auf dem Bankenmarkt zu sorgen. Eine der großen Hauptaufgaben besteht darin, andere Banken mit Geld zu versorgen. Dies erfolgt über Refinanzierungsgeschäfte: Andere Banken können sich Geld bei der Bundesbank leihen, um mit dem geliehenen Geld wiederum eigenen Geldgeschäften nachzugehen. Mit dem Zinssatz (dem sogenannte Leitzins), der von der Bundesbank hierbei erhoben wird, kann ein maßgeblicher Einfluss auf die Wirtschaft genommen werden: Je günstiger die Bankenrefinanzierung erfolgt, desto günstiger sind wiederum die Kredite, die an Unternehmen vergeben werden können.

Mit der Einführung des Euro wurde der Bundesbank die Kontrolle über den Euro entzogen. Die Wertigkeit gegenüber anderen Währungen konnte nicht mehr reguliert werden. Allerdings verfügt die Bundesbank als Zentralbank weiterhin über die Möglichkeit, den Leitzins zu steuern und somit einen regen Einfluss auf die Wirtschaft zu nehmen.

Aufgaben als Notenbank

Als Notenbank war die Deutsche Bundesbank nach ihrer Gründung bis hin zum Jahr 2001 dafür verantwortlich, für die Bereitstellung und Verfügbarkeit von Barmitteln in der BRD zu sorgen. Deshalb verfügt die Bank über eine eigene Druckerei, die sogenannte Bundesdruckerei. Dort wurden und werden Münzen geprüft sowie Geldscheine gedruckt.

Gleichzeitig ist die Notenbank dafür verantwortlich, altes bzw. verschmutztes oder beschädigtes Bargeld aus dem Verkehr zu ziehen und durch frisches Geld zu ersetzen.

Nach der Ablösung der D-Mark durch den Euro hat sich dieser Aufgabenbereich geringfügig verändert. Die D-Mark existiert nicht mehr, doch für die Mittelbereitstellung in Deutschland ist die Deutsche Bundesbank nach wie vor verantwortlich. Allerdings ist sie nun eine neben mehreren Banken, die diese Aufgabe übernimmt. Schließlich verfügen die teilnehmenden Staaten an der europäischen Währungsunion ebenfalls über eigene Notenbanken.


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