Kampfsport

Als Kampfsport bezeichnet man jeden Sport, bei dem versucht wird, einen oder mehrere Gegner durch Schläge, Tritte, Würfe und Ringkampftechniken zu besiegen, sei es durch überlegene Technik (Punktsieg) oder durch Aufgabe/Kampfunfähigkeit (K.O.) des Gegners.

Der Kampfsport hat eine lange Tradition, die ihre Wurzeln in der Antike hat. Schon die alten Griechen kannten verschiedene Arten der kämpferischen Auseinandersetzung in einem sportlichen Rahmen: Boxen, Ringkampf und Pankration, ein Kampfsport, in dem nahezu alles erlaubt war, auch Angriffe auf die Genitalien und andere Techniken, die im heutigen Sport streng untersagt sind. Die Römer übernahmen die Kampfsportarten der Griechen und veränderten sie, machten sie brutaler. So entstanden die Gladiatorenkämpfe. Neben den bewaffneten Kämpfen wurde dort auch geboxt, allerdings wurde statt eines normalen Knöchelschutzes ein sogenannter Caestus verwendet, ein Handschuh aus (oft) dornenbesetzten Lederriemen. Das führte zu schwersten Verletzungen und nicht selten zum zum Tod eines der beiden Kontrahenten. Heute haben sich nur stark veänderte Varianten des Ringens und des Boxens erhalten, die mit dem antiken Sport nicht mehr viel gemeinsam haben.

Bekannter als die antiken europäischen Kampfsportarten sind heute diejenigen, die aus der asiatischen Kampfkunsttradition entstanden sind und nach dem zweiten Weltkrieg ihren Siegeszug um die Welt antraten.

Der Legende nach entspringen alle asiatischen Kampfsportarten aus dem Shaolin-Kung-Fu, doch das ist unwahrscheinlich. Wahrscheinlicher ist es, dass bestimmte Kampftechniken mit und ohne Waffen von Indien über China nach Japan, Thailand und in den ganzen ostasiatischen Raum gebracht wurden.

Ursprünglich Kriegstechniken, die zum Töten des Gegners und zum Erhalten des eigenen Lebens gedacht waren entwickelten sich die gefährlichen asiatischen Kampfkünste nach dem zweiten Weltkrieg zu Kampfsportarten, da sie als Verteidigungstechniken nicht mehr gebraucht wurden. So wurde aus Kriegshandwerk der Sport, den wir heute kennen; es entstanden das moderne Karate, Judo, Thaiboxen, Kendo, Jiu-Jitsu und viele andere.

Kampfsport ist zum Breitensport geworden, die Zahl der Judo- und Karatevereine ist beinahe unüberschaubar groß. Oft wurden die ursprünglich gefährlichen Techniken entschärft, um einen möglichst breiten Personenkreis, auch Kinder und ältere Menschen am Training teilnehmen lassen zu können. Verdeutlichen kann man dies zum Beispiel mit der aus Film und Fernsehen bekannten Technik des Handkantenschlages im Karate. Sieht man einem modernen Karateka (Ausübender des Karate) beim Üben zu, so sieht man, dass er einen Handkantenschlag ausführt, indem er mit Finger und Handfläche - von der Daumenseite der Hand betrachtet - eine Linie bildet. Ein Karateka alter Schule, wie man sie ab und zu noch auf Okinawa, dem Herkunftsland des Karate trifft mach einen Handkantenschlag, indem er die Finger im rechten Winkel zur Handfläche hält und den Daumen fest auf das erste Glied des Zeigefingers presst. Dies macht die Knochenstruktur in der Hand um ein vielfaches stabiler und den Schlag somit erheblich gefährlicher. Wären diese alten Techniken erhalten geblieben, wäre Karate als Sport unmöglich, die Verletzungsgefahr wäre zu groß.

Heute ist Kampfsport vor allem ein Mittel zur Schulung des Körpers und des Geistes, auch der Wettkampfaspekt wird stark betont - MMA-Veranstaltungen (MMA = Mixed Martial Arts, gemischte Kampfkünste) ziehen große Zuschauermengen an, die Boxkämpfe der Klitschko-Brüder sind für Fernsehsender ein Millionengeschäft.


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