Die Entwicklung und Verbreitung der spanischen Sprache

Spanisch gilt heute als eine der am meisten gesprochenen Weltsprachen neben Englisch. Bis es dazu kommen konnte, musste eine ziemlich komplizierte Entwicklung dieser Sprache vollzogen werden. Denn die Spanisch ist aus verschiedenen Sprachen hervorgegangen. Verantwortlich dafür sind historische Entwicklungen.

Spanisch wird auch als Kastilisch (castellano) bezeichnet und ging ursprünglich aus einem lateinischen Dialekt der Bevölkerung Kastiliens hervor. Später wurde Kastilisch auch als Spanisch (espanol) benannt, abstammend von der mittelalterlichen Bezeichnung "Hispanolus". Heute wird in den Spanisch sprechenden Ländern die Sprache meist aus politischen Gründen entweder als Spanisch oder als Kastilisch bezeichnet.

Die Verbreitung des Spanischen

Schnell verbreitete sich die kastilische Sprache, so dass bereits im 16. Jahrhundert fast die gesamte Bevölkerung der iberischen Halbinsel hauptsächlich Kastilisch sprach. Als später Amerika erobert wurde, breitete sich das Spanische auch hier rasch und fast flächendeckend aus.

Die spanische Sprache wird heute auf der ganzen Welt von zirka 300 Millionen Muttersprachlern gesprochen. Dazu kommt noch der Anteil derer, die Spanisch als Fremdsprache sprechen. Damit erhöht sich die Anzahl auf rund 500 Millionen Menschen und ist somit nach Englisch die am meisten gesprochene Sprache der Welt.

Geschichtlicher Hintergrund

Die spanische Sprache ist durch einige bedeutende Epochen entstanden. Als Vorreiter gilt hier der vorromanische Einfluss. Ursprünglich war das heutige Spanien von den Iberern besiedelt, die sich später mit den zugewanderten Kelten vermischten. Neben dem Iberischen und Keltischen hat sich das Baskische entwickelt, das heute noch im Grenzland zu Spanien und Frankreich gesprochen wird.

Die Spanische Sprache hat aber auch einen starken lateinischen Einfluss, der auf die Eroberung der iberischen Halbinsel durch die Römer im 3. Jahrhundert vor Christus zurückzuführen ist. Die Anwesendheit der Römer hatte zur Folge, dass die lateinische Sprache eingeführt wurde und andere damals existierende Sprachen damit ins Abseits gedrängt wurden und ausgestorben sind. Man könnte behaupten, dass Latein die Grundlage des Spanischen bildet, denn viele Wörter lassen sich daraus ableiten. Wer also Kenntnisse in Latein hat, dürfte keine Schwierigkeiten haben, die spanische Sprache zu lernen.

Später um zirka 400 nach Christus erlebte Spanien einen germanischen Einfluss durch die Goten. Die Sprache wurde aber nur minimal beeinflusst, was auf die religiösen Unterschiede und somit die geringe Vermischung der Bevölkerung zurückzuführen ist.

Eine gewaltige Beeinflussung erfuhr das Spanische aber 300 Jahre später, als die Mauren in Spanien einfielen und das Land eroberten. Sehr viele arabische Wörter wurden in dieser Epoche in das Spanische aufgenommen und haben sich bis in die Gegenwart erhalten. Somit gilt Spanisch als die Sprache mit den meisten arabischen Lehnwörtern. Nicht nur Kulturbegriffe wurden übernommen, sondern auch Wörter, die im Alltag verwendet werden. Arabisch ist also eine weitere große Säule der spanischen Sprache.

Die spanische Sprache heute

Trotz der vielen sprachlichen Einflüsse hat sich die ursprünglich kastilische Sprache mit lateinischem Einschlag weiter entwickeln können zu dem uns heute bekannten Spanisch. Eng verwandt mit Spanisch ist Portugiesisch, das sich im Laufe der Jahrhunderte entwickelt hat und eine eigenständige Sprache wurde. Spanier und Portugiesen haben deshalb keine großen Verständigungsschwierigkeiten. Durch frühere Eroberungen, zum Beispiel von Südamerika, ist Spanisch bis heute eine der am meisten gesprochenen Sprachen der Welt.


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