Der Bundespräsident - Repräsentant Deutschlands

Die Bezeichnung Bundespräsident sorgt bei vielen Menschen für Verwirrung. Der Begriff macht zwar deutlich, dass es sich bei dieser Position um die des Staatsoberhauptes handelt. In der alltäglichen Politik kommt aber dem Bundeskanzler bzw. der Bundeskanzlerin mehr Bedeutung zu. Erklären lässt sich das relativ einfach: Der Bundespräsident ist das Staatsoberhaupt, übernimmt jedoch hauptsächlich repräsentative Aufgaben.

Aufgaben des Bundespräsidenten

Der Bundespräsident nimmt zwar in erster Linie repräsentative Aufgaben wahr, dabei und darüber hinaus muss er aber auch konkrete Aufgaben erfüllen, die über das Halten von Ansprachen und Reden hinausgehen. So kann er etwa den Bundestag auflösen, wenn ein Bundeskanzler die Vertrauensfrage verloren hat, er prüft und unterzeichnet Gesetze, ernennt die Mitglieder der Regierung, kann einen Gesetzgebungsnotstand ausrufen und weitere ähnlich wichtige Aufgaben mehr erfüllen.

Wie der Bundespräsident gewählt wird

Der Bundespräsident wird von der Bundesversammlung gewählt. Dieses Verfassungsorgan übernimmt keine weiteren Aufgaben neben der Wahl des Bundespräsidenten. Die Bundesversammlung setzt sich zur Hälfte aus den Mitgliedern des Bundestages und zur anderen Hälfte aus Personen zusammen, die von den Ländervertretungen benannt werden. Bei der Wahl des Bundespräsidenten kann es bis zu drei Wahlgänge geben. In den Ersten beiden kann der Kandidat nur dann zum Bundespräsidenten gewählt werden, wenn er die absolute Mehrheit erzielt, wenn also mehr als 50 Prozent für den Kandidaten stimmen. Im dritten Wahlgang ist auch eine relative (einfache) Mehrheit ausreichend.

Die Wahl des Bundespräsidenten kann viele Stunden in Anspruch nehmen. Zum einen liegt daran, dass alle Mitglieder der Bundesversammlung ihre Stimme geheim abgeben müssen. Zum anderen muss diese Prozedur oft nicht nur einmal, sondern zweimal oder gar dreimal vollzogen werden. Der aktuelle Bundespräsident Christian Wulff wurde im dritten Wahlgang gewählt.

Deutschlands Bundespräsidenten

Mit Christian Wulff wurde 2010 der zehnte Bundespräsident gewählt. Vor seiner Wahl war Christian Wulff Ministerpräsident von Niedersachsen, er gehört der CDU an. Als Bundespräsidenten vorangegangen sind (in dieser Reihenfolge): Theodor Heuss, Heinrich Lübke, Gustav Heinemann, Walter Scheel, Karl Carstens, Richard von Weizsäcker, Roman Herzog, Johannes Rau und Horst Köhler. Horst Köhler war der erste Bundespräsident, der von seinem Amt zurückgetreten ist.

Ein Bundespräsident wird immer für die Dauer von 5 Jahren gewählt. Tritt er eher zurück, muss innerhalb einer festgesetzten Frist von der Bundesversammlung ein neuer Bundespräsident gewählt werden. Im Übrigen darf ein Bundespräsident insgesamt nur zwei Wahlperioden lang im Amt bleiben.


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