Judith Butlers Feministische Theorie am Beispiel der Rocky Horror Picture Show

Innerhalb der Sowi befasst man sich im Bereich Soziolgie genauer mit dem Thema der Feministischen Theorien. Laut Sowi haben Feministische Theorie einen besonderen Stellenwert innerhalb einer Gesellschaft. In dieser Hausarbeit der Sowi geht es um Judith Butlers Feministische Theorie anhand eines ausgewählten Beispiels- der Rocky-Horry-Picture-Show. Ist tatsächlich legitim, was Freude bereit? Toleriert die Gesellschaft alles, auch wenn es gegen die vorherrschende Moral tendiert? Mit großer Wahrscheinlichkeit kann man sich sicher sein, dass man nicht alles tun darf, was einem gefällt. Aber es bestehen in jedem Fall Ausnahmen. Wie ist sonst erklärbar, dass ein Musical exisitiert und sich zum Kult gewandelt hat, welches von Männern in Strapsen und einem sehr freien Umgang mit Sexualität handelt. Worin liegt das Geheimnis der Rocky-Horror-Picture-Show für die Sowi hinsichtlich der vorherrschenden Geschlechterrollen. Beim Termini Travestie handelt es sich gemäß Sowi um eine Art von Imitation der Geschlechteridentität, wobei eigentlich breits die Geschlechteridentität eine Form von andauernder imitation darstellt, welche aber die Realität widerspiegelt.

Die Rocky-Horror-Picture-Show feierte in London im Juni 1973 Premiere. Der Autor wollte, dass sich sexy in Netzstrumpfhosen zur Schau stellen, nicht nur beim weiblichen Geschlecht akzeptiert werden sollte. Bereits seit dem Mittelalter wird das Tragen von Dessous und Netzstrumpfhosen dem weiblichen Geschlecht zugeordnet, aber gerade in der modernen Zeit sollte toliert werden, wenn auch Männer, als Transvestiten, ob homo- oder heterosexuell, auch das Recht haben, sich so zu kleiden und zu präsentieren, wie es ihnen gefällt. Laut Sowi versucht der Autor des Musicals subversiv auf der einen Seite die damalige konservative Moral zu kritisieren und fordert die Homo-Befreiung, womit er sich gegen Heterosexualität stellt und für die Anerkennung von schwulen und auch lesbischen Lebensformen plädiert.

Das komplette Musical ist bestückt mit sexueller Subversivität. Charakterisitsch sind auffällig geschminkte Männer in skuriller weiblicher Unterwäsche mit Strapsen und Netzstrumpfhosen sowie auf High Heels. Das Musical ist Sinnbild für eine offene Umsetzung zu, Teil unterbewussten, zum Teil unterdrückten eigenen sexuellen Verlangens. Laut Butler und Sowi parodieren Travestie sowie sexuelle Stilisierung, welche die eigentlichen Elemente dieser Geschichte darstellen, die sexuelle Verklemmtheit, die konservative Einstellung und ihr starres Festhalten an Heterosexualität im Amerikas der 70er Jahre. Laut Sowie gehört zur Travestie, dass die Geschlechterfrage als Konstruktion auf der Bühne performt wird und vom Publikum als gelungene Präsentation empfunden wird. Geschlecht, Geschlechteridentität oder Sexualität werden laut Sowi nicht nur sozial, sondern auch kulturell hervorgebracht und in Form einer Konstruktion untersucht. Wegen einer gesellschaftlichen Codierung ist man in der Lage anhand äußerer Kennzeichen zu deuten, ob es sich um eine Frau oder einen Mann handelt. Im Zuge der Sozialisation erlernte man, zu agieren wie eine Frau oder ein Mann. Und alles andere, was von dieser Form abweicht, gilt als unnormal oder krank. Demnach werden mittles der Performanz von Transvestiten innerhalb dieses Musicals die bekannten Geschlechterrollen verschoben und sie tauchen als völlig neues Konstrukt auf.

Laut Sowie kann Travestie nur Erfolg haben, wenn die Inszenierung der Geschlechter als übertrieben wahrgenommen wird. Wer schon einmal das Musical gesehen hat, kann nachvollziehen, dass kaum ein Zuschauer über Männer in Netzstrumpfhosen und Strapsen erstaunt oder es als unangenehm empfindet ist. Nicht nur die äußerlichen Mittel der weiblichen Geschlechtsdarstellung, sondern auch die weibliche Mimik und Gestik haben für die Travestie starken Wiedererkennungswert. Der Zuschauer kann sich in die Rolle hineinversetzen und kann, sich mit der Rollenfigur freuen oder mitleiden.

Kann man sogar soweit gehen, zu behaupten, dass die queer-Theorie aus dem Sowi Bereich in der Rocky Horror Picture Show Unterstützung findet? Der Begriff Queer entstand in den USA als Synonym für politischen Aktivismus und eine Denkrichtung, welche seit einigen Jahren auch in Deutschland in Sowi diskutiert werden. Queer-Theorien richten sich gegen die Hierarchisierung von Gechlechterrollen, welche dazu führen, dass Menschen diskriminiert oder ausgegrenzt werden, weil sie nicht der vorherrschenden Moralvorstellungen entsprechen. Es geht darum, alle eindeutigen und angeblich natürlichen Identitäten abzuschaffen, also einen Entgegentreten der heterosexuellen Gesellschaft, sich gegen Monokulturen und Normkataloge sowie Polarisierungen stellen. In der Rocky-Horror-Picture-Show wiederum wird die hierarchisierende Kategorisierung anders herum präsentiert. Denn in dem Abschnitt dieser dargestellten Fiktion ist Transsexualität die Realität. Der "Obertransvestit" Frank´N´Furter benutzt seine Machtposition und schafft sich ein Lebewesen als sein eigenes Sexspielzeug. Transsexualität bestimmen diese Welt und der Zuschauer wird mit einer völlig konträren Realität und einer anders konstruierten Geschlechterhierarchie konfrontiert. Hier können Geschlechterhierarchien auch anders herum funktionieren.

Was macht laut Sowi den Hypedt um die Rocky-Horror-Picture-Show aus? Was ist das kultige Elemte an dieser Story? Nach Sowi ist es vor allem das Andere, insbesondere die Darstellung der anderen Sexualität, welche das Publikum so begeistert. Hier wird gezeigt, dass es nicht unnormal oder abartig ist, sondern normal erscheint, sich seinem sexuellen Verlangen, frei hinzugeben. Transsexualität ist nichts Abwegiges, sondern kann genauso wie Heterosexualität eine legitime sexuelle Orientierung sein und auch so akzeptiert werden.


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