Hinduismus

Der Hinduismus ist eine einheimische Religion in Vorderindien. Er hat etwa 900 Millionen Anhänger und ist nach dem Christentum und dem Islam die drittgrößte Religion der Welt. Der Hinduismus steht für eine Vielzahl religiöser Erscheinungsformen, von primitiven Ritualen bis hin zu ausgefeilten philosophischen Lehren. In der hinduistischen Religion soll sich die Seele mit der schöpferischen Kraft des Universums identifizieren. Diese Kraft wird durch die Götter symbolisiert. Das Hauptmerkmal des Hinduismus ist die Verehrung drei großer Götter: Brahma, der Schöpfer, Vishnu, der Erhalter und Shiva, der Zerstörer.

Die Vielfalt des Hinduismus ist das Resultat einer langen historischen Entwicklung. Erst seit dem 19. Jahrhundert sehen sich die Anhänger des Hinduismus als eine Einheit. Für den persönlichen Glauben haben aufgrund der Vielfalt religiöse Lehrer, auch Gurus genannt, einen hohen Stellenwert. Die Kuh ist für die Hindus eine sündlose Göttin, Schöpfungsmittlerin, Symbol der Unsterblichkeit und der Mutter Erde. In der Landbevölkerung Indiens besteht der Glaube, dass die Produkte der Kuh wie Milch, Sauermilch, Butter, Urin und Kot magische Kräfte besitzen.

Das Dharma ist laut dem Religionswissenschaflter Gustav Mensching in der hinduistischen Religion das Seins- und Sollensgesetz. Seinsgesetz deshalb, weil durch das Dharma die kosmische Ordnung und die Natur- und Gesellschaftsordnung geregelt wird. Sollensgesetz, weil das Dharma darüber hinaus auch das Verhalten der Hindus regelt. Dharma umfasst also den kompletten Bereich von Moral, Kultur, Recht und Sitte. Dieses Gesetz muss nicht jeder Hindu in gleicher Weise befolgen, denn je nach Kaste und Lebensstadium sind verschiedene Inhalte verpflichtend. Neben den hinduistischen Idealvorstellungen müssen gemäß dem Dharma im menschlichen Leben vier Ziele erreicht werden. Diese sind Unterweisung und Studium, Streben nach Wohlstand und irdischen Freuden, Meditation und Erlösung. Die Ziele sind gleichberechtigt und sollen im Leben berücksichtigt werden.

Ein zentraler Begriff der hinduistischen Religion ist das Karma, was das Tun des Menschen bezeichnet. Der Hintergrund des Karmas ist die Lehre von Sansara, die Lehre der Weiterverkörperung und der Wiedergeburt. Die vergangenen Taten der Menschen entscheiden über deren zukünftige Körper, Familie und berufliche Position. Die meisten Hindus streben nach einer "besseren Wiedergeburt" und bemühen sich deshalb, möglichst viele gute Taten zu vollbringen, um gutes Karma anzusammeln. Der Tod ist nach hinduistischem Glauben nur der Übergang zu einem neuen Leben. Die Hindus sehen die Wiedergeburt als eine Qual an und streben nach der Erlösung.

Trotz des Verbots des Kastensystems bestimmt es im Hinduismus noch immer das soziale Leben. Es besteht aus vier Kasten. In der ersten Kaste sind Priester, in der zweiten Krieger, in der dritten finden sich Kaufleute, Händler, Bauern und Viehzüchter und in der vierten Kaste sind Dienstleistende. Unterhalb dieser Kasten sind Kastenlose und Nicht- Hindus angesiedelt, zu denen der Kontakt vermieden wird. Der Grundsatz dieses Systems ist, das die Menschen von Geburt an nach Aufgaben, Rechten und Pflichten streng voneinander getrennt sind.

Der Hinduismus ist eine der fünf großen Weltreligionen. Er ist vielgestaltig, da er fast alle Ausdrucksformen des religiösen Lebens enthält.


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