Jean Paul Sartre

Jean Paul Sartre gilt als einer der größten Philosophen unserer Zeit. Wenn man sich der Thematik der Philosophie nähert, muss man in aller erster Linie beachten, dass jede Philosophie rein subjektiv sein muss. Dies liegt in aller erster Linie daran, dass sich Philosophie immer auf die eigene Wahrnehmung und das eigene Bewusstsein bezieht. Aufgrund der Tatsache, dass die Bezugspunkte nicht nach außen sondern nach innen gerichtet sind, kann man Philosophie nur dann verstehen, wenn man einen Bezug zu sich selber herstellt. Wenn man sich beispielsweise dem Buch "Existenz und Wahrheit" von Jean Paul Sartre nähert, kann man dieses nur auf einer individuellen Basis verstehen. Mit individuell ist gemeint, dass ich ihn nur soweit verstehen kann, wie ich mich selber verstehe. Aus diesem Grund ist ein wahrer Philosoph immer nur ein in sich schweigender Mensch, der alles für sich alleine verstehen kann, natürlich auch nach außen austragen kann aber im Endeffekt nur auf eigener Ebene umsetzen kann. Philosophie sollte niemals versuchen irgendetwas zu bezwecken, dass sie dafür viel zu individuell ist.

"Existenz und Wahrheit" von Jean Paul Sartre ist eines der berühmtesten Bücher dieses Schriftstellers. In diesem geht es darum, dass er Stück für Stück versucht das eigene Ich mit sich selbst auseinanderzusetzen. Dabei unterteilt er zum einen in die reine Existenz, die durch das so genannte zweitklassige Bewusstsein wahrgenommen wird und der Wahrheit, die tatsächlich ist. Mit der tatsächlichen Wahrheit ist gemeint, dass jede Existenz immer individuell orientiert nach einer möglichen Wahrheit ausgerichtet ist. Mit individuell orientiert ist gemeint, dass jeder Schlussendes einen Grund hat um zu leben. Diese Thematik ist durchaus kompliziert und nicht leicht zu verstehen. Wenn man die eigene Existenz zu Wahrheit lenkt, wird man automatisch ein Teil dieser Wahrheit, weil man selber nie selbst die Wahrheit sein kann. Damit ist gemeint, dass man nie" Sein "kann, da es Ziel des Menschen ist nach der Wahrheit zu suchen. Er sucht solange er lebt und dementsprechend existiert er, aber nie in der Wahrheit. Jean Paul Sartre unterscheidet dabei ähnlich wie bei einem Schalen System zwischen verschiedenen Schichten der Erkenntnis.

Wenn man sich der Thematik der Philosophie widmet, widmet man sich in aller erster Linie der eigenen Philosophie. Es spielt keine Rolle ob man Kant, Sokrates , Sartre, Freud oder Schopenhauer liest. Jedes einzelne Buch ist viel zu individuell, als dass man es allgemein übertragen kann. Allein aufgrund der Tatsache, dass man dieses Buch liest und nur individuell wahrnehmen wird, kann man bei jedem Werk niemals von einer tatsächlichen Wahrheit ausgehen. Dementsprechend ist Philosophie immer mit der Suche nach der Wahrheit verbunden. Durch die Tatsache, dass man allein durch diese Suche nicht an der Wahrheit angekommen ist und dementsprechend die Wahrheit gar nicht finden kann, ist Philosophie stetig in Bewegung und immer interessant. Wenn sich jemand tiefgreifend mit Philosophie beschäftigt, kann man davon ausgehen, dass er nur dann eine Erfüllung finden wird, wenn er aufhören wird zu suchen. Existenz und Wahrheit ist wohl eines der Bücher, die sehr intensiv und geschmackvoll an diese Thematik herangehen ohne Aufschluss darüber geben zu können.


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