Der Mensch - ein Homo loquens!

Die Anthropologie ist eine Wissenschaft, welche sich mit dem Menschen beschäftigt, ein Fachgebiet dessen ist die Disziplin der Philosophie, die das Wesen des Menschen untersucht. Es ist eine sehr junge Fachrichtung der Philosophie und entstand erst im frühen 20. Jahrhundert.

In dieser Art der Philosophie wird der Mensch beleuchtet, so besteht auch die Frage, ob dies ein Homo loquens ist.

Der Begriff loquens bedeutet so viel wie sprechend. So kann die zu bearbeitende These "Der Mensch - ein sprachbegabtes Wesen!" übersetzt werden. Wo kommt die Sprache her? Wer verwendet sie noch? Welche Formen der Kommunikation gibt es? Diese Fragen werden in folgendem Essay, im Fachgebiet der Philosophie, beleuchtet.

Die Sprache musste sich erst entwickeln, d.h. es mussten sich die Sprachorgane bzw. das Sprachwerkzeug bilden, um bestimmte Dinge und Begebenheiten mit Worten zu bezeichnen. Nachdem die lauterzeugenden Organe entwickelt wurden, beispielsweise den Kehlkopf oder die Stimmbänder, konnte man das Sprachvermögen erwerben. Man geht davon aus, dass schon der Neandertaler kommuniziert hat. Was er jedoch für Laute von sich gegeben hat, dass kann man leider nicht sagen. Schließlich gibt es aus der Zeit keine Tonbandaufnahmen oder ähnliches. Nachdem sich die Sprachorgane entwickelten, ist die Fähigkeit zu sprechen seit Jahrtausenden angeboren. Doch welche Muttersprache man besitzt, das ist soziokulturell festgelegt.

Die Sprache war das Erste und höchste Werkzeug was sich der Mensch formte um sich mitzuteilen und zu lehren. Z.B. ist die Philosophie eine jahrtausendealte Wissenschaft, doch was wäre diese, wenn die Menschen nicht hätten kommunizieren können? Jedoch spielt die Kommunikation nicht nur bei Menschen eine große Rolle, auch im Tierreich ist diese ausgeprägt. Tiere verständigen sich mittels optischer Signale, durch geruchliche Kommunikation oder durch bestimmt Laute, die sie von sich geben. In der Tierwelt dient die Kommunikation hauptsächlich der Partnerfindung und der Erkennung der eigenen Jungen. D.h. das zumindest im Tierreich die Kommunikation unerlässlich, also Lebenserhaltend ist.

Bei den Menschen, geht die Kommunikation weit über die biologische Bedeutung, so wie man sie bei den Tieren findet, hinaus. Der Mensch erkennt durch Kommunikation nicht nur seine Jungen (Kinder) und findet auf diesem Wege einen Partner. Die menschliche Existenz hängt an der Sprache. Ohne Sprache wäre das Menschenleben nicht mehr denkbar. Durch die Sprache lernt er, teilt sich mit, lehrt und kann wichtige Informationen auf einem schnellen Weg weitergeben. Was wäre die Gedankenwelt, die Philosophie, des Menschen ohne Sprache? Der Mensch kann die Relevanz einer Information durch Sprache weitaus besser beschreiben und erklären. Er kommuniziert hauptsächlich über die Sprache, ein Argument für die Sprachbegabung des Menschen.

Es ist eine unheimliche Faszination zu sehen, über welche Sprachenvielfalt der Mensch herrscht. Im Laufe der Zeit, also über einige Jahrtausende hinweg, haben sich unzählige Sprachen entwickelt. Es bestehen allein 800 verschiedene afrikanische Sprachen. Zudem ist der Mensch rein theoretisch in der Lage, jede Sprache zu erlernen und somit seinen Wissenshorizont zu erweitern.

Sprache erweitert den menschlichen Wissenshorizont und reflektiert den Welthorizont. Diesen beiden Aussagen kann man entnehmen, dass es unbegrenzte Möglichkeiten an Wortkombinationen gibt, eine enorme Vielfalt an Ausdrucksmöglichkeiten. Ein Beispiel ist das Wort "Schwein". In der Zoologie ist es nichts anderes als ein Huftier. Bezieht man dieses Wort allerdings auf einen Menschen, wird es als Schimpfwort gewertet, als eine Anklage. Sagt man nun aber "Ich habe Schwein gehabt", heißt das nicht jemand hat ein Schwein verzehrt. Nein, es ist der der Ausdruck für "Glück gehabt". Wörter können aber nicht nur kombiniert werden, sondern auch Mehrfachbedeutungen haben. Zum Beispiel das Wort "Schuppen". Es können die Schuppen eines Fischs sein, welche er am Körper trägt oder aber der Schuppen der im Garten steht, den man mit nützlichen Gartenutensilien füllt. Zugegeben, diese beiden Beispiele sind äußerst trivial, dennoch wäre die menschliche Sprach- bzw. Gedankenwelt ohne diese Ausdrucksmöglichkeiten weitaus begrenzter.

Die Sprache vermittelt Stimmungen, Emotionen und Empfindungen. Andersrum können durch die Sprache aber auch Empfindungen, Emotionen und Stimmung ausgelöst werden. Eine wechselseitige Beziehung der Sprache zum Menschen. Eine interessante Aussage für den Beweis der Sprachbegabung des Menschen, welcher nun in der Philosophie der Anthropologie aufgeführt wurde.


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