Meditation

Die Mediation ist eine Methode in der Sozialen Einzelhilfe der Pädagogik. Sie beschäftigt sich mit der professionellen Auseinandersetzung von Konflikten. Umgangssprachlich wird die Mediation in der Pädagogik auch Konfliktmanagement genannt.

In unserer heutigen Gesellschaft gibt es viel Konfliktpotenzial, so dass eine Konfrontation mit Konflikten unumgänglich ist. Der modernen Entwicklung nach, sind wir immer mehr auf Individualisierung und Nutzenmaximierung aus. Ergebnis des egoistischen Verhaltens des Menschen ist häufig, dass das Bedürfnis jedes Einzelnen nicht befriedigt werden kann.

Wie kann man diesem Bedürfnisdefizit entgegenwirken? Eine Möglichkeit ist es, sich vor Gericht sein Recht zurückzufordern. Bei vielen Menschen ist die gerichtliche Auseinandersetzung jedoch verschmäht und keine lebenslange Lösung. Zudem können nicht alle Bedürfnisse über das Gericht eingeklagt werden. Wissenschaftlich ist nachgewiesen, dass die beste Methode einen Konflikt beizulegen ist, sich mit dem Problem in der Pädagogik auseinander zu setzen und gemeinsam mit dem Konfliktpartner eine Lösung zu finden. An einer dauerhaften Konfliktlösung setzt die Mediation in der Pädagogik an.

Zu den Vorteilen dieser Methode zählt die Wirtschaftlichkeit. Durch eine Mediation in der Pädagogik können Gerichtsverfahren ersetzt und somit Kosten erspart werden. Des Weiteren ist diese Methode in manchen Fällen nicht so zeitintensiv wie beispielsweiße eine Gerichtsverhandlung. In Deutschland finden jährlich etwa 1,8 Millionen zivilrechtliche Klageverfahren statt. Demgegenüber stehen jedoch nur etwa 2.500 Mediationsverfahren. Was ist die Ursache für die geringe Anwendung der Mediation in der Öffentlichkeit?

Deutschlandweit scheint die Mediation noch in den Startlöchern zu stecken, da man von dieser Methode noch nicht viel gehört hat. Doch viele Experten schätzen, dass die Anzahl der Mediationsverfahren in den kommenden Jahren steigen wird.

In der Konfliktbearbeitung gibt es unterschiedliche Ansätze für die einzelnen Bereiche. Es gibt die Mediation für alle Lebenslagen, ganz egal ob in der Schule, im Beruf, im Freizeitverein in der Familie oder zum Täter-Opfer-Ausgleich. Jedes Verfahren muss gesondert gesehen und herausgearbeitet werden.

Das Wort "Mediation" leitet sich aus dem lateinischen Adjektiv "medius" (dazwischenliegend) ab und bedeutet Vermittlung (lateinisch medium = Mitte, ins Englische übernommen mediate = vermitteln und mediation = Vermittlung).

Unter Vermittlung versteht man, bei einem Konflikt die neutrale Mitte zu halten und keine Partei der anderen vorzuziehen, sondern gemeinsam einen von beiden Seiten akzeptierenden Mittelweg zu finden.Mediation ist ein Verfahren zur konstruktiven Beilegung oder der Vermeidung eines Konfliktes. Durch professionelle Unterstützung eines Mediators sollen die Konfliktparteien zu einer einvernehmlichen Vereinbarung für beide Parteien gelangen. Dabei wird vermittelt, wie man selbstverantwortlich mit sozialem Kompetenzgewinn den Weg aus dem Konflikt finden kann.Der Mediator ist lediglich für das Verfahren verantwortlich, trifft jedoch keine Entscheidung. Die Konfliktparteien sind gemeinsam für den Inhalt verantwortlich.

Die Mediation soll hierbei die Befähigung der Konfliktparteien zu einer eigenständigen, kooperativen und fairen Streitkultur herstellen. Sie ist zukunfts- und gewinnorientiert, denn die Mediation stärkt die beteiligten Parteien zu einem offensiven und konstruktiven Umgang. Bei der Mediation geht es nicht um die Lösung von Problemen aus der Vergangenheit, vielmehr geht es um die Bearbeitung von zukünftigen Fragen. Es soll eine Lösung von festgefahrenen Konflikten gefunden werden, die zu einem allseitigen Nutzen dienen und damit zu einer langfristigen Befriedigung des Konflikts führen. Wichtig bei der Mediation ist, dass es sich hierbei nicht um einen Kläger und einen Angeklagten handelt. Beide Konfliktparteien begegnen sich auf Augenhöhe.

An einer Mediation nehmen die Beteiligten freiwillig und eigenverantwortlich teil und werden von einem neutralen Mediator ohne Entscheidungsbefugnis begleitet. Des Öfteren wird auch von dem allparteilichen Dritten gesprochen, wenn man damit den neutralen Mediator beziehungsweise die neutrale Pädagogik meint.


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