Musik im Mittelalter

Das Mittelalter umfasst in etwas die Jahre 6. bis 15. Jahrhundert n. Chr. und hat die unterschiedlichsten Arten von Kunst zu bieten. Darunter fällt auch die Musik, die auch in diesen Jahrhunderten sehr charakteristisch und ausgeprägt war. Es gibt in der mittelalterlichen Musik zwei sehr bekannte Formen: die Gregorianik und der Minnegesang.

Die Gregorianik ist besser bekannt unter dem Namen Gregorianischer Choral. Die Gesänge werden bereits in der Bibel erwähnt. Jesus soll seine Messen in dieser Form mit seinen Jüngern abgehalten haben. In den Klöstern entstanden später die Gesänge aus einzeln vorgesungenen Psalmen. Daraus wiederum entwickelte sich der Vorgesang einer Gruppe auf die eine andere Gruppe gesanglich antwortete. Dies war im 4. Jahrhundert. Papst Gregor i war der eigentliche Namensgeber der Gregorianik. Die Schola cantorum wurde ungefähr in seiner Amtszeit gegründet. Diese Schule widmete sich dem Erhalt und der Entwicklung der liturgischen Gesänge. So erweiterten sich die Repertoires an Hymnen, Stundengebeten und der Ordinarien. In den meisten Quellen wird Rom als Entstehungsort angegeben, doch ist dies nicht wirklich schriftlich zu belegen. An manchen Stellen wird auch erwähnt, dass die Ursprünge aus den nördlichen Alpen nach Rom kamen, um sich dort vollständig zu entwickeln. Um die Gesänge möglichst gleich und einheitlich zu erhalten, wurden die Texte mit Zeichen versehen, nach denen die Mönche sich halten konnten. Guido von Arezzo legte schließlich den Grundstein für unser heutiges Notensystem.

Der Minnesang ist eine Ausdrucksmöglichkeit der Lyrik aus dem Mittelalter. Die Minne war dem Adel vorbehalten, sogar der Kaiser bediente sich ihrer. Das Wort Minne an sich hat die Bedeutung der Werbung um eine Dame mit Hilfe von Musik.

Um das Jahr 1155 sind erste Minnegesänge im deutschsprachigen Raum überliefert. In dieser Form der Lyrik wurde zum ersten Mal der Versuch des Hochdeutsch verwendet und damit eine Vereinheitlichung der deutschen Sprache ohne Dialekt. Der erste nachweisbare Minnesänger ist der Dichter Kürenberger. Er bediente die frühe Minne mit der damaligen Ritterkultur. Die Liebeslyrik war mehr ein Werben nach Erfolg, vergleichbar mit einem Turniersieg, als die tatsächliche Werbung um das Herz einer Dame. Walther von der Vogelweide änderte dies, indem er die sogenannten Mädchenlieder oder auch die Lieder der Herzlieder veröffentlichte. Im 13. Jahrhundert wandelt sich die Minne durch die Dichter Neidhart und Tannhäuser sogar eher in erotischere Gebiete ab. Aus der Minne wandelte sich schließlich sogar ein neuer Zweig der Musik heraus. Die Spruchdichtung behandelte aber nicht die Liebeslyrik, sondern das moralisch, richtige Handeln in Bereichen der Religion oder der Politik.

Die Musik des Mittelalters birgt so manches Geheimnis in sich und ist auch heute noch sehr lebendig. Auf verschiedenen mittelalterlichen Märkten findet man immer wieder Musiker, die versuchen möglichst realitätsnah die Lieder in unsere Zeit zu holen und ganze Chöre arbeiten an der genauen Wiedergabe von Gregorianischen Chorälen. Beide Arten der Musik werden auf CDs gebrannt und bleiben uns auch in Zukunft als ein Stück Vergangenheit erhalten.


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