Latein - eine tote Sprache lebt

Latein, die Sprache der alten Römer, genau genommen die Amtssprache des Alten römischen Reichs, gilt heute als eine ausgestorbene, so genannte "tote Sprache". Ursprünglich war es die Umgangssprache der Latiner, der Bewohner Latiums, heute unter dem Namen Latio bekannt, mit Rom in seinem Zentrum. Diese als Frühlatein bekannte Sprache lässt sich erstmals anhand von Inschriften des 6. - 5. Jahrhunderts vor Christus nachweisen, aus dem sich im 3. bis 2. Jahrhundert vor Christus das Altlatein entwickelte. Die bekanntesten schriftlichen Nachweise bilden hier die Komödien der damaligen Schriftsteller Terenz und Plautus.

Das Klassische Latein

Dennoch ist es vor allem das klassische Latein des 1. Jahrhunderts vor Christus bis kurz nach der Zeitenwende, das unsere Vorstellung der antiken römischen Welt nachhaltig geprägt hat. Denn nicht nur militärisch, sondern auch kulturell erlebte das damalige römische Reich seinen absoluten Höhepunkt. Das in dieser Zeit geschaffene gewaltige literarische Werk römischer Schriftsteller und Philosophen, aber auch Politiker oder gar Anwälte ist es, das die Schüler humanistischer Gymnasien, zum Teil in späterer Kombination mit Alt-Griechisch, mehr oder weniger fleißig lernen und lesen, wenn es auch dort zum größten Teil von Englisch als erster Fremdsprache abgelöst wurde. Aber auch an anderen Schulen kann man Latein häufig als Unterrichtsfach oder als Arbeitsgemeinschaft erlernen. Wer das klassische Latein als Schüler nicht kennen gelernt hat, holt dies zum Teil später an der Universität nach: Denn tatsächlich ist es für einige Studienrichtungen tatsächlich Pflicht, auch wenn die Anforderungen von einer Universität zur anderen hier sehr unterschiedlich sein können.

Latein im Mittelalter

Ab dem 6. Jahrhundert nach Christus ging der Gebrauch des Hochlatein jedoch immer mehr zurück und es entstand eine Art Vulgärlatein, das je nach der Gegend, in der es gesprochen wurde, variierte. Auch viele Werke der Antike, geschrieben im klassischen Hochlatein, gingen in dieser Zeit unwiederbringlich verloren. Erhalten blieb es vor allem als Sprache der Kirche und der oberen Schichten der Bevölkerung. Dadurch erwarb sich das im Mittelalter an vielen Schulen und Universitäten gelehrte Latein dennoch eine Stellung, die es bis zum heutigen Tag in rudimentärer Form behalten hat: Es galt als die allgemein übliche Wissenschaftssprache, die weit über die Bedeutung hinaus ging, die diese tote Sprache als Sprache der Kirche lange Zeit inne hatte. Eine große Veränderung erfuhr die Sprache der Antike seit dem nicht mehr, lediglich eine Vergrößerung des Vokabulars und eine geringe Vereinfachung der Grammatik konnte seitdem beobachtet werden.

Das Erbe der alten Römer

Wissenschaft, Literatur und Musik, wie bei verschiedenen Mittelalter-Bands, immer noch allgegenwärtig und beliebt. Die bekannteste Erscheinungsform dieser eigentlich toten Sprache ist heutzutage jedoch vermutlich ihr Gebrauch in Zauberformeln aller Art, vom billigen Horrorfilm, bis zum wohl bekanntesten Zauberlehrling aller Zeiten: Harry Potter. Keine Beschwörungformel scheint ohne die lateinische Sprache auskommen zu können. Doch nicht nur hier hat sich die so genannte tote Sprache erhalten: Denn aus dem nach der klassischen Zeit als Umgangssprache üblichen Vulgärlatein der einfachen Bevölkerung der durch das Imperium Romanum beherrschten Gebiete, leiten sich vermutlich alle bekannten und auch heute noch gesprochenen romanischen Sprachen, wie zum Beispiel Italienische, Spanisch und Französisch ab.


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