Warum man Latein lernen sollte

Seit dem achten Jahrhundert ist Latein Teil der Lehrpläne von Schulen, die sich auf dem heutigen Boden der Bundesrepublik Deutschland befinden. Damals war die Sprache noch lebendig. Sie war die Amtssprache der Regierenden (wie sich vor allem an unzähligen Urkunden und Inschriften zeigen lässt). In den folgenden 1300 Jahren ist viel geschehen. Die Staaten, in denen Latein noch gesprochen wurde, gingen nach und nach unter. Inzwischen gilt die Sprache als tot. Einzig der Vatikan, dessen Staatsgebiet in der Mitte Roms in wenigen Minuten durchschritten werden kann, verwendet sie aus traditionellen Gründen (der Bischof von Rom wurde noch unter den römischen Kaisern zum Papst) noch als Amtssprache. In den Schulen hat sich dagegen wenig geändert. Latein wurde zu einem Wahlpflichtfach, steht aber noch immer auf den Lehrplänen. Nicht weniger Schüler fragen sich, weshalb. Der praktische Nutzen erschließt sich erst auf den zweiten Blick, soll aber an dieser Stelle verdeutlicht werden.

Die Universität:

Die tote Sprache ist quicklebending Latein wird vor allem am Gymnasium gelehrt. Der Abschluss dieser Schulform, das Abitur, ist die Zugangskarte für die Universität. Die meisten Schüler, die kein Latein hatten und auf die Hochschule wechseln, erleben eine unangenehme Überraschung. Die Sprache der Römer und der Kirche gehört in einer Vielzahl der Fächer (zum Beispiel in Geschichte, Jura oder Medizin) zu den Standardanforderungen. Ohne Latinum muss diese nachgeholt werden. Die entsprechenden Kurse beschreiben die Studierenden fast einhellig als anstrengend, kompliziert, als eine Herausforderung oder schlicht als extrem schwierig. Latein erleichtert den Einstieg in die Universität immens.

Spanisch, Italienisch oder "Gossenlatein"

Latein stammt aus der Region Latium in Italien. Die Sprache machte Karriere durch das römische Imperium. Die Legionäre trugen die Sprache in alle Provinzen des Reiches. Latein bildete den Kern verschiedener Sprachen, die wir heute als "romanische Sprachen" kennen. Besonders nachhaltig wurde Spanien durch die Sprache der Römer geprägt, aber natürlich auch Italien. Das Italienische wird heute manchmal etwas abfällig als "Gossenlatein" bezeichnet. Tatsächlich zeigten verschiedene Studien, dass Menschen, die über profunde Lateinkenntnisse verfügten, wesentlich schneller in der Lage waren, Spanisch oder Italienisch zu erlernen, da sie bereits über die Grundlagen verfügten.

Die Sprache der Wissenschaft

In der Oberstufe begegnen Schüler in der Mathematik drei Buchstaben, die für Lateiner kein Mysterium darstellen. Nach der erfolgreichen Lösung einer Gleichung folgt q.e.d. Oder quod erat demonstratum ("was zu zeigen war"). Dies ist nur ein Beispiel unter vielen. Latein ist die Sprache der Wissenschaft. Dies entbehrt zwar nicht einer gewissen Ironie, da in römischer Zeit griechisch als die Sprache der Gebildeten galt, während die Sprache des Imperiums einen wenig schmeichelhaften Ruf genoss. Durch die Geschichte des Mittelalters änderte sich dies. Die vormals belächelte Sprache fand ihren Platz unter Gebildeten. Wer Latein beherrscht, dem fällt es wesentlich leichter, wissenschaftlichen Erkenntnissen zu folgen und den Hergang bestimmter Ergebnisse zu verstehen.


Weitere Latein Referate

Lerntipps
Die folgenden Lerntipps für Schüler und Eltern sollen als Anregung und Ratgeber für ein effektives und richtiges Lernen dienen.
Btn-mehr
Spicken - Spicktricks
Du brauchst einen Spickzettel ? Erfolgreich spicken ohne erwischt zu werden - die besten Tipps und Tricks findest du hier !
Btn-mehr
Nachhilfe
Individuell erfolgreicher lernen sowie bessere Schulnoten durch den Einsatz gezielter Nachhilfe.
Btn-mehr