Latein - wirklich eine tote Sprache ?

Latein ist keineswegs eine tote Sprache, wie manch einer annimmt. Viele Wörter im griechischen, deutschen, französischen, englischen und vor allem im italienischen finden ihren Ursprung in der lateinischen Sprache. Heute finden sich viele Wörter im alltäglichen Gebrauch, die ihre Abstammung aus der lateinischen Sprache haben. Wörter, wie: habere oder duo, heißen nichts anderes, als haben oder zwei. Das lässt sich gut ableiten und hier ist die Herkunft unumstritten.

Gesprochen wurde Latein in Latium, von dem Volk der Latinem, den heutigen Latio. Die Sprache Latein geht weit bis ins 3. Jahrhundert zurück und konnte sich mit der Zeit auch im wissenschaftlichen und kulturellen Bereich behaupten. Die Literatur dieser Zeit nahm an, dass sich der literarische Stand nicht mehr ändern würde und mustergültig für jegliche Zeit zu sein schien, deshalb änderte sich nichts mehr am Formenbestand und an der Syntax. Lediglich das Vokubular änderte sich stetig. Allerdings unterschied man hier die Sprache des einfachen Volkes, von den Autoren der goldenen Latinität. Bis zum frühen Mittelalter entstand die romanische Sprache. Die klassische Philologie vertritt die Ansicht, dass Latein, schon seit der Zeitenwende eine tote Sprache geworden ist. Gänzlich verloren ging die Sprache zwischen 550 und 750 n. Ch.

Maßgeblich spricht man Latein nur noch in der Vatikanstadt. In der katholischen Kirche findet Latein, vor allem am Gründonnerstag und Karfreitag, der höchste Feiertag der Katholiken, Anwendung. In der juristischen und medizinischen Sprache,findet Latein nach wie vor hohe Anwendung und ist nicht mehr wegzudenken. Für viele Studiengänge wird ein Latinum verlangt, deshalb wählen schon viele Gymnasiasten frühzeitig, die Sprache als 2. Fremdsprachenfach. Die größte Schwierigkeit, findet sich im Lernen der Sprache, oft in der recht anspruchsvollen Grammatik. Nicht selten haben Schüler anfänglich große Probleme und deklarieren unberechtigterweise Latein zu einem unliebsamen Fach.

Leider gibt es immer weniger Studenten, die diese ausnehmende und anspruchsvolle Sprache auf Lehramt studieren, um diese dann an Schülern zu vermitteln. Gute Lehrer könnten mit Sicherheit dafür sorgen, dass das Fach Latein keineswegs zur unliebsamen Pflichtkür wird. Schüler würden dann vielleicht daraus einen Nutzen ziehen, der weit über das normale Schulprogramm hinaus geht und den einzelnen zum Nachdenken über unsere Geschichte und unsere Sprache bringt. Denn eine tote Sprache, in dem Sinne gibt es erst, wenn niemand mehr über diese spricht. Betrachtet man die Geschichte der totgesagten Sprache, dann ist es schon fast eine Kunst, diese zu erlernen. Die facettenreichen Züge, die dieser Sprache zugemessen werden muss und deren historischen und literarischen Hintergrund keineswegs zu unterschätzen ist. In diesem Sinne: Dies diem docet! Aus Erfahrung wird man klug!


Weitere Latein Referate

Lerntipps
Die folgenden Lerntipps für Schüler und Eltern sollen als Anregung und Ratgeber für ein effektives und richtiges Lernen dienen.
Btn-mehr
Spicken - Spicktricks
Du brauchst einen Spickzettel ? Erfolgreich spicken ohne erwischt zu werden - die besten Tipps und Tricks findest du hier !
Btn-mehr
Nachhilfe
Individuell erfolgreicher lernen sowie bessere Schulnoten durch den Einsatz gezielter Nachhilfe.
Btn-mehr