Emil Nolde

Der berühmte, expressiontische Maler Emil Nolde wurde 1867 als Hans Emil Hansen in Nolde bei Burkal im Norden Schleswig-Holsteins geboren. Er ist ein hervorragender Aquarellist des 20.Jahrhunderts gewesen und seine Bilder sind für ihre ausgewöhnliche Farbkraft in der Kunst bekannt. Er arbeitete zunächst als Zeichner und Schnitzer, später sogar in verschiedenen Möbelfabriken. Als er nach München ging, um dort Kunst zu studieren, wurde er von der Münchener Akademie abgelehnt. Er studierte in der Privatschule des Adolf Hölzels in Dachau und ging 1899 nach Paris, wo er weitere Studien betrieb. 1900 mietete er sich in Kopenhagen ein Atelier an, zumal Nolde sich immer als Nordfriese sah und die dänischen Staatsbürgerschaft hatte. Er heiratete 1902 die Schauspielerin Ada Vilstrup und zog 1903 auf die Insel Alsen. In jeder Zeit malte Emil Nolde für die Kunst noch lyrische Bilder. Das änderte er als 1906 ein 'Brücke'- Mitglied wurde und sogar auf den Edvard Munch traf, was Emil Nolde tief prägte. Allmählich wandte sich Nolde auch religiösen Themen zu und schuf zum Beispiel 'Das Abendmahl'.

Erste Erfolge stellten sich in den Jahren 1910- 1912 auf verschiedenen Ausstellungen in Hamburg und anderen Großstädten ein. Nachdem er einige Zeit auf der dänischen Seite der Grenze gelebt hatte, zog Emil Nolde 1926 wieder nach Deutschland auf einen kleinen Hof, den er Seebüll nannte. Dort schuf Emil Nolde zahlreiche Kunstwerke wie auch das ganze Anwesen zu einem Kunstwerk wurde. Heute ist es ein Museum und als Seebüll Stiftung Ada und Emil Nolde bekannt, in dem über 160 seiner besten Werke inklusive des neunteiligen Altarwerkes ' Das Leben Christi' zu sehen sind, das zu Noldes bedeutendsten Werken zählt. Obgleich Emil Nolde eigentlich kein politisch interessierter Mensch war, war er jedoch der festen Überzeugung, dass 'germanische Kunst' allen anderen Kunstwerken und Kunststilen überlegen sei. 1934 trat er aus Überzeugung der NSDAP bei und kämpfte gegen jüdische Kunsthändler wie Paul Cassirer. Er wandte sich ebenso gegen Maler wie Max Liebermann und wehrte sich gegen den Einfluss Französischer Maler wie Cezanne und den Impressionismus oder den Kubismus in der deutschen Kunstszene.

Darum war Emil Nolde völlig überrascht, dass seine eigenen Werke von Nazis als 'entartet' eingestuft wurden. Die Nationalsozialisten beschlagnahmten mehr als 1000 seiner Bilder und zerstörten etliche von ihnen. 1941 wurde er aus der Reichskammer der bildenden Künste ausgeschlossen und ein Malverbot erteilt. Doch bereits 1938 hatte Emil Nolde eine Serie von 1300 Bilder begonnen, die er selbst die 'ungemalten Bilder' nannte und deren Existenz erst nach seinem Tode 1956 bekannt wurden. Aus einigen dieser Blätter machte Nolde später Ölgemälde, doch er war sich bewusst, dass er zu Lebenzeiten niemals würde alle umsetzen können. Nach 1945 begann der eigentliche Erfolg des Emil Nolde mit zahlreichen Ehrungen und vielen Auszeichnungen für seine Arbeiten. Er war sogar auf der Dokumenta1 vertreten, die 1955 stattfand. Immerhin hatte er bis 1951 noch mehr als 100 Gemälde geschaffen und zahllose Aquarelle. In seinen letzten Jahren malte Emil Nolde vorzugsweise Aquarelle von unglaublicher Farbkraft. Seine Bilder sind Meilensteine in der deutschen Kunst und zieren viele Museen und Ausstellungen.


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