Dateneinheiten und Datenarten

In der Informatik werden im Zusammenhang mit dem Begriff Daten oftmals nur jene formatierte Daten bezeichnet, die eine fest vereinbarte Struktur aufweisen. Die Daten werden von oben nach unten betrachtet stufenweise zu Dateneinheiten zusammengefasst.

Zeichen - Datenfeld - Datensegment - Datensatz - Datei - Datenbank

Ein Datenbanksystem besteht im Allgemeinen aus einer großen Anzahl von Daten, die in Dateien gespeichert sind und von einem gemeinsamen Datenbankverwaltungssystem verwaltet werden. Ein Datenbanksystem besteht aus einem Datenbankverwaltungssystem mit zugehörigem Datenbestand.

Eine Datei ist eine Ansammlung von Datensätzen eines bestimmten Informationsgebietes. Dateien werden in der Informatik in Dateitypen eingeteilt: Stammdateien beinhalten Stammdaten aus verschiedenen Gebieten, wie zum Beispiel Personal-, Lieferanten- Kundenstammdateien usw. Bestandsdateien beinhalten verschiedene Bestandsinformationen, wie zum Beispiel Lager-, Fahrzeugbestandsdateien usw. Bewegungsdateien beinhalten fortlaufende Bewegungen, zum Beispiel Absatz-, Zugangsdateien usw. Unstrukturierte Dateien lassen keine weitere Untergliederung zu, sondern bestehen aus einer Ansammlung verschiedener Zeichen. Typische Beispiele sind Texte, Briefe und Programmdateien usw. Ein Datensatz ist eine Sammlung logisch zusammengehörender Datenfelder bzw. Datensegmente. Ein Informationsbereich besteht aus mehreren Einzelbestandteilen. Diese werden zu einem Datensatz zusammengefasst.

Ein Datensegment besteht in der Informatik aus mehreren Datenfeldern, die innerhalb eines Datensatzes logisch zusammengehören. Um einen Datensatz zu strukturieren, werden Datenfelder zu Datensegmenten zusammengefasst, zum Beispiel Adressangaben eines Kunden, Bankverbindung eines Mitarbeiters usw.

Ein Datenfeld ist die kleinste Informationseinheit innerhalb einer Datei in der Informatik. Es besteht aus einem oder mehreren Zeichen. Datenfelder, deren Werte unveränderbar sind, werden als Konstanten und Datenfelder, deren Werte durch

Operationen verändert werden können, als Variablen bezeichnet. Ein Zeichen ist die kleinste darstellbare Informationseinheit. Alle verwendbaren Zeichen sind zusammengefasst im Zeichensatz. Alle Informationen, die die EDV-Anlage zur Verarbeitung von Daten benötigt, müssen auf Maschinenebene durch Binärzeichen dargestellt werden. Ein Bit kann nur zwei Werte (0 und 1) annehmen. Es ist somit die kleinste interne Organisationseinheit der Daten. Von der EDV-Anlage wird eine bestimmte Folge von Bits als Einheit betrachtet. Das einzelne Bit ist normalerweise für den Anwender nicht zugänglich. Werden acht Bits zusammengefasst, so spricht man von einem Byte. Ein Byte ist die kleinste Verarbeitungseinheit im EDV-System, mit dem es möglich ist, 256 verschiedene Zeichen darzustellen. Die linken vier Bits werden auch als Zonenteil und die rechten vier Bits als Ziffernteil des Bytes oder rechtes Halbbyte bezeichnet. In modernen Rechenanlagen der Informatik gibt es zu jedem Byte ein zusätzliches Bit, das Prüfbit. Es ermöglicht die Kontrolle und gegebenenfalls die Korrektur von Verfälschungen einzelner Bytes durch Übertragungsfehler. Die bekannteste Form des Prüfbits ist das Paritätsbit. Es hat den Wert 0, wenn die Anzahl der Einsen im zugehörigen Byte ungerade ist, ansonsten den Wert 1. Ein Byte belegt im Arbeitsspeicher eine Speicherstelle. EDV-Anlagen, bei denen die kleinste Speicherungseinheit ein Byte darstellt, werden auch als byteorientierte Rechner bezeichnet.

Bei der Darstellung von Daten im Computer können verschiedene Zeichen der Informatik kombiniert werden. Numerische Daten sind Zahlenwerte (0-9), mit denen mathematische Rechenoperationen ausführbar sind. Alphabetische Daten sind Zeichen, die sich ausschließlich aus dem Buchstabenalphabet (A-Z, a-z) zusammensetzen. Sonderzeichen enthalten alle Satzzeichen, Grafikzeichen und sonstige Symbole. Alphanumerische Daten setzen sich aus numerischen, alphabetischen und Sonderzeichen zusammen.

Stammdaten sind zustandsorientierte Daten, die der Charakterisierung, Identifizierung und Klassifizierung von Sachverhalten dienen. Bewegungsdaten sind abwicklungsorientierte Daten, die immer wieder durch die betrieblichen Abläufe neu entstehen.


Weitere Informatik Referate

Lerntipps
Die folgenden Lerntipps für Schüler und Eltern sollen als Anregung und Ratgeber für ein effektives und richtiges Lernen dienen.
Btn-mehr
Spicken - Spicktricks
Du brauchst einen Spickzettel ? Erfolgreich spicken ohne erwischt zu werden - die besten Tipps und Tricks findest du hier !
Btn-mehr
Nachhilfe
Individuell erfolgreicher lernen sowie bessere Schulnoten durch den Einsatz gezielter Nachhilfe.
Btn-mehr