Die zeitliche Gliederung der Geschichte

Die Historiker gliedern die Geschichte in verschiedene Zeitabschnitte. Die zeitliche Gliederung der Geschichte wird auch "Periodisierung" genannt. Dabei werden in der Regel einer Epoche bestimmte gemeinsame Merkmale zugeschrieben. So wird zum Beispiel der etwa vor 2,5 Millionen Jahren beginnende geschichtliche Zeitabschnitt, in dem die Menschen vor allem Steinwerkzeuge benutzten, als "Steinzeit" bezeichnet. Die Steinzeit endete etwa 7000 vor Christi Geburt, als die Menschen begannen, Metall zu verwenden. Nach einem häufig verwendeten Begriff für die jüngste Gegenwartsgeschichte wird die jetzige, erst wenige Jahrzehnte dauernde Epoche "Computerzeitalter" genannt.

Die zeitliche Gliederung der Geschichte ist fast nie starr durch ein allgemein verbindliches Anfangsdatum und einen Endzeitpunkt einzugrenzen. Die Übergänge von einer Epoche in die nächste sind zumeist fließend, zumal es stets regionale Unterschiede beim Grad der Ausformung der eine Epoche bestimmenden Merkmale gibt. So kann zwar verallgemeinernd das europäische Mittelalter mit der Ritterzeit gleichgesetzt werden. Dabei muss aber berücksichtigt werden, dass es auch im Mittelalter Regionen ohne Ritter gab, und dass es auch nach dem Ende des Mittelalters Regionen gab, in denen Ritter immer noch eine erhebliche Bedeutung hatten.

Die zeitliche Gliederung der Geschichte ist vor allem ein Hilfsmittel, um die Fülle der überlieferten Informationen und Sachverhalte zumindest in einem Grobraster zu ordnen und zueinander in Beziehung setzen zu können. Die Periodisierung der Geschichte unterliegt immer subjektiven Gesichtspunkten und ändert sich oft auch bei Veränderung der allgemeine Sichtweisen oder auch einfach durch das Fortschreiten der Zeit. So haben die Menschen im Mittelalter ihre erlebte Epoche natürlich nicht "Mittelalter" genannt und so ist die Zeitgeschichte von heute in hundert Jahren keine Zeitgeschichte mehr.

Auch können neue Erkenntnisse der historischen Forschung es erforderlich erscheinen lassen, die zeitliche Gliederung der Geschichte neu zu ordnen.

Die in Europa allgemein übliche, auf europäische Umstände abstellende Periodisierung ist auch in vielen außereuropäischen Ländern übernommen worden, wenngleich es in diesen Ländern in der Regel auch andere, von eigenen kulturellen und historischen Ausformungen bestimmte Epochengliederungen gab und gibt. So ist für die islamische Welt nachvollziehbar Mohammeds Rückkehr nach Mekka im Jahr 628 bedeutsamer als die für das christlich bestimmte Europa hochwichtige Geburt Christi.

Die heute weltweit gebräuchliche , wenn auch als zu sehr auf Europa bezogene Periodisierung oft kritisierte, Periodisierung geht von drei großen Epochen menschlicher Geschichte aus, der Vor- und Frühgeschichte vorausgehen. Die Vorgeschichte beginnt mit der Steinzeit und umfasst zusätzlich Kupfer- und zum Teil die Bronze- und Eisenzeit. Der Übergang zur Frühgeschichte wird mit dem Auftreten erster schriftlicher Zeugnisse vor etwa 9000 Jahren erreicht. Dem schließt sich das sich zunächst vor allem auf den Mittelmeerraum konzentrierende Altertum mit Hochkulturen wie die der antiken Griechen und der Römer an. Mit dem Niedergang des weströmischen Reiches um 500 nach Christi Geburt beginnt das 1000jährige in Früh-, Hoch- und Spätmittelalter gegliederte Mittelalter, dem seit etwa 1500 die Neuzeit folgt. Diese aktuell andauernde Epoche wird in die Unterepochen Frühe Neuzeit ( zwischen Ritterzeit und Aufklärung 1500 - 1750) und Moderne eingeteilt. Diese Epochen sind wieder in die Unterepochen Neuere Geschichte ( bis 1914 )und Neueste Geschichte beziehungsweise noch durch lebende Zeitzeugen repräsentierte Zeitgeschichte unterteilt.


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