Die Machtergreifung Hitlers

Die Machtergreifung Hitlers im Jahr 1933 war ein langer Prozess, der in der Ausschaltung der Weimarer Republik gipfeln sollte und sich über Monate hinzog. Bei der Machtergreifung handelt es sich damit um kein einzelnes Ereignis, sondern vielmehr die Abfolge einer Ereigniskette, ohne die Adolf Hitler nicht zum Reichskanzler aufgestiegen wäre. Anders als es der Begriff vermuten lässt, ist die Machtergreifung kein gewalttätiger Akt gegen die politische Klasse gewesen. Vielmehr haben sich Adolf Hitler und die NSDAP der Gesetze der Weimarer Republik bedient, um die Demokratie zu stürzen.

Die Ursachen der Machtergreifung sind vielschichtig, lassen sich aber auf wirtschaftliche Schwierigkeiten nach dem Börsencrash 1929, die Wirtschaftskrise und den Revanchismus herunter brechen. Konservative und Nationalisten sahen die Weimarer Republik als Feind und brachten sie mit dem Versailler Vertrag in Verbindung. Dass Adolf Hitler die Macht auf legalem Weg zu erreichen versuchte, hängt mit den Erfahrungen des gescheiterten Putschversuchs aus dem Jahr 1923 zusammen. Zuhilfe kam dem späteren Diktator die Weltwirtschaftskrise. Und die Politik von Reichskanzler Heinrich Brüning. Brüning versuchte, mithilfe eines strengen Sparkurses den Haushalt in Ordnung zu bringen und steigerte damit die Arbeitslosigkeit. Mit der zunehmenden Arbeitslosigkeit wuchs aber auch die Unzufriedenheit in der Bevölkerung.

Ein wichtiger Schritt auf dem Wege Adolf Hitlers zur Macht war die Auflösung des Parlaments am 15. Juli 1930. Dem vorausgegangen war ein politischer Streit um ein Sparprogramm. In den Neuwahlen zum Reichstag erreichte die NSDAP einen Erdrutschsieg und landete mit 18,3 Prozent im Parlament. Ein weiteres wichtiges Ereignis war die Wahl Hindenburgs zum Reichspräsidenten, gegen den Adolf Hitler die Wahl am 10. April 1932 verlor. Hindenburg wurde im weiteren Verlauf zu einer der Hauptfiguren, da erst der Reichspräsident mit der Entlassung Brünings den weiteren Niedergang der Republik vorbereitete. Unter dem Kanzler Franz von Papen kam es zu einer weiteren Parlamentswahl, die die NSDAP mit mehr als 37 Prozent für sich entschied. Am 12. September 1932 dann das Misstrauensvotum gegen von Papen, die Auflösung des Reichstags und Neuwahlen, in denen die NSDAP nur noch rund 33 Prozent der Stimmen erreicht. Trotz mehrerer Eingaben bei Hindenburg wird nicht Adolf Hitler, sondern Generalleutnant Kurt von Schleicher zum Reichskanzler ernannt. Schleicher misslingt die Bildung einer stabilen Regierung, die die Weimarer Republik weiterführen kann.

Während der turbulenten Ereignisse auf der politischen Bühne ziehen Konservative, Bankiers und Industrielle sowie Nationalisten hinter den Kulissen die Fäden, um Adolf Hitler ins Amt des Reichskanzlers zu befördern. Nach dem Rücktritt Schleichers am 28. Januar 1933 und der Ernennung Hitlers zum Reichskanzler am 30. Januar 1933 durch Hindenburg wird dieses Ziel auch erreicht. Zwar ist Hitler nun in einem politisch hohen Amt angekommen, könnte aber noch gestürzt werden. Mehrere Gesetze und Erlässe wie die Reichstagsbrandverordnung festigen die Macht Hitlers und der NSDAP durch eine weitgehende Beschneidung der Grundrechte. Gleichzeitig werden konkurrierende Parteien verboten, deren Mitglieder ermordet und Organisationen, Behörden sowie Ministerien auf die Linie der Partei ausgerichtet, also gleichgeschaltet. Die persönliche Machtergreifung Hitlers endet am 2. August 1934 mit dem Tod Hindenburgs und der Übernahme der Reichspräsidentschaft.


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