Der Widerstand im Dritten Reich

Die Widerstandsbewegung gegen Adolf Hitler wird in der Regel auf die Ereignisse des 20. Juli 1944 und Claus Schenk Graf von Stauffenberg reduziert. Dabei hat allein schon der militärische Widerstand gegen das NS-Regime eine Geschichte, die vor dem Einmarsch in Polen beginnt. Neben der Widerstandsbewegung innerhalb der Wehrmacht hat es auch verschiedene zivile Widerstandsgruppen gegeben, die sich mit Flugblattaktionen oder dem Schutz Verfolgter dem 3. Reich entgegenstellten. Betrachtet man die Widerstandsbewegung in Deutschland, ergibt sich ein komplexes und vielschichtiges Bild, in dem nicht nur Gruppen eine Rolle spielen. Auch die Aktionen einzelner Personen machen deutlich, dass Adolf Hitler und die NSDAP keineswegs von allen Schichten der deutschen Bevölkerung getragen wurden.

Die bekannteste Widerstandsbewegung gegen den Diktator Adolf Hitler war zweifellos der militärische Widerstand, da er bis in höchste Ränge reichte und wohl eine der am besten organisierten Widerstandsbewegungen darstellt. Umso erstaunlicher die Tatsache, dass keines der geplanten Attentate auf Adolf Hitler Erfolg hatte. Ein Auslöser für den militärischen Widerstand ist in der Blomberg-Fritsch-Krise und deren Folgen zu suchen, die die Vorbereitungen auf den Einmarsch in die Tschechei begleitete. Unter Führung von Erwin von Witzleben und Walter Graf von Brockdorff-Ahlefeldt war ein Umsturz geplant, der aber abgeblasen wurde. In der Folgezeit kam es immer wieder zu Verschwörungen, die einen politischen Machtwechsel zum Ziel hatten, aber über das Planungsstadium nie hinauskamen. Am konsequentesten verfolgte ab 1942 eine Widerstandsgruppe um Generalmajor Henning von Tresckow das Ziel, Hitler und das NS-Regime zu stürzen. Mehrfach schlugen Versuche fehl, den Diktator mit Sprengstoff zu beseitigen. Dem Ziel, Hitler zu töten, kam am 20. Juli 1944 Claus Schenk Graf von Stauffenberg mit dem berühmten Sprengstoffattentat am nächsten. Geschützt durch die massive Tischplatte während der Lagebesprechung, detonierte der Sprengsatz, ohne Hitler ernsthaft zu verletzen. Der Diktator rächte sich anschließend an den Verschwörern und ließ die meisten Beteiligten hinrichten.

Der zivile Widerstand im 3. Reich war dagegen weniger zentral organisiert. Viele kleine Gruppierungen aus unterschiedlichen politischen und gesellschaftlichen Schichten unternahmen den Versuch, sich gegen den Terrorapparat im 3. Reich aufzulehnen. Bekannt geworden ist hier unter anderem der Kreisauer Kreis unter Führung von Helmuth James Graf von Moltke und Peter Graf Yorck von Wartenburg. Im Kreisauer Kreis organisierten sich nicht nur Adelige. Auch Bürgerliche und religiös geprägte Mitglieder gehörten zur Widerstandsbewegung, die sich mit der Neuordnung nach Hitler beschäftigte. Nach der Verhaftung von Moltkes im Jahr 1944 und der Säuberung nach 20. Juli hörte die Widerstandsbewegung de facto auf zu existieren.

Eine ebenfalls bekannte Widerstandsgruppe war die Weiße Rose um die Geschwister Hans und Sophie Scholl. Die Studenten riefen mit Flugblattaktionen zum Widerstand gegen das NS-Regime auf. Gegründet im Sommer 1942 wurden die Geschwister Scholl beim Auslegen von Flugblättern an der Münchener Universität im Februar 1943 festgenommen und zum Tode verurteilt.

Der Widerstand im 3. Reich hatte viele Gesichter. Während die Beseitigung von Adolf Hitler nur bei wenigen Gruppen im Mittelpunkt stand, rief ein großer Teil der zivilen Gruppen zum Ungehorsam und dem Widerstand gegen das Regime im Alltag auf.


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