Hannibal - der berühmte karthagische Feldherr

Der karthagische Feldherr Hannibal (* um 246 v. Chr. in Karthago; 183 v. Chr. in Bithynien) zählt zu den berühmtesten Feldherrn der Geschichte. Im zweiten Punischen Krieg war er für einige schwere Niederlagen des Römischen Reiches verantwortlich.

Hannibal Barkas war der älteste Sohn Hamilkar Barkas, ebenfalls ein karthagischer Feldherr, der sich im ersten Punischen Krieg einen Namen gemacht hatte. Mit neun Jahren begleitete er seinen Vater auf die Iberische Halbinsel. Hannibals Vater baute dort die Machtgrundlage seiner Familie durch Eroberung großer Gebiete aus. Nach dem Tod des Vaters kehrte Hannibal nach Karthago zurück, reiste jedoch auf Wunsch seines Schwagers Hasdrubal 224/223 v. Chr. erneut zur iberischen Halbinsel. Hasdrubal hatte inzwischen das Kommando in Hispanien übernommen und die Stadt Cartagena gegründet sowie mit Rom den Ebro-Vertrag geschlossen. Hannbial übernahm das Kommando der Reiterei in Hasdrubals Heer und konnte gegen einige iberische Stämme grandiose Siege vorweisen. Nach der Ermordung Hasdrubals wurde Hannibal 221 v. Chr. Oberbefehlshaber des Heeres.

Hannibals Karriere als erfolgreicher Feldherr in der Geschichte ist beispiellos. Er startete mit Feldzügen gegen einige noch unabhängige iberische Stämme. Bei der Schlacht am Tajo gewann Hannibal gegen einen zahlenmäßig überlegenen Gegner. Ab 220 v. Chr. belagerte Hannibal die Stadt Sagunt, die sich ihm nicht unterwerfen wollte. Die Stadt ging ein Büdnis mit Rom ein, woraufhin Rom Hannibal aufforderte, die Belagerung aufzuheben. Da sich Hannibal aufgrund des Ebro-Vertrages jedoch im Recht sah, kam er dieser Aufforderung nicht nach. 219 v. Chr. stürmte Hannibal die Stadt und ließ die Bevölkerung ermorden. Rom kam den Sagunter jedoch nicht zur Hilfe, teilte dem karthagischen Rat aber mit, dass ein Krieg nur mit der Auslieferung Hannibals abzuwenden sei. Der Rat lehnte eine Auslieferung ab.

Seine Berühmtheit verdankt Hannibal jedoch einem ganz bestimmten Ereignis. Einmalig in der Geschichte der Antike ist sein berühmter Marsch über die Alpen, um gegenüber Rom einen taktischen Vorteil zu erlangen. Mit über 50.000 Soldaten, 9000 Reitern und 37 Kriegselefanten überquerte er die Alpen, wobei sein Heer schwere Verluste erlitt. Diese wurden von keltischen Soldaten ausgeglichen. Obwohl taktisch defensiv, waren seine Ausgangspositionen gegenüber dem römischen Heer zum Teil überlegen und er konnte militärische Erfolge feiern. Dennoch startete er keinen Angriff auf Rom, was in der Geschichte als Fehlentscheidung interpretiert wird.

Im Jahre 202 v. Chr. erlitt Hannibal in der Schlacht bei Zama seine größte Niederlage. Sie war kriegsentscheidend gegen die Römer. Nachdem Karthago mit Rom einen Friedensschluss eingegangen war, wandte sich Hannibal einer innenpolitischen Karriere zu. Er setzte innenpolitische Änderungen durch, musste sich aber aufgrund des Drucks seiner innenpolitischen Gegner ins Exil absetzen. Sein Weg führte ihn über Syrien, wo er für den Feldherrn Antiochos III. tätig war, nach Armenien und schließlich nach Bithynien. 183 v. Chr. verlangte Griechenland die Auslieferung Hannibals, die der bithynische König bewilligte. Bevor es jedoch zur Auslieferung kam, nahm sich Hannibal mit Gift das Leben. Die Geschichte Hannibals bringt ihm besonders in Tunesien viele Bewunderer ein.


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