Die Geschichte von Malta

Malta, die kleine Insel im zentralen Mittelmeer ist eine der schönsten Inseln mit den hinterlassenen Zeichen der Geschichte. Auf 316 Quadratkilometern findet man überall Zeugen der vielen Eroberer, Besetzer und Bewohner. Durch die strategisch gute Lage im Mittelmeer sah die Insel im Laufe der Geschichte viele unterschiedliche Kulturen.

Die ersten Hinterlassenschaften der Geschichte sind die steinzeitlichen Megalithtempeln. Niemand kann bis heute tatsächlich beweisen, wer diese Tempel erbaut hat. Die zirka 5200 v. Chr. erbauten Megalithtempeln gehören zu den ältesten der Erde und über die Kultur, die auf der Insel Malta lebte ist nicht bekannt. Man vermutet eine matriarchische Kultur an Hand verschiedener Figuren, die ebenfalls in den Tempelanlagen gefunden wurden.

Im 8. Jahrhundert schrieben die Phönizier die Geschichte Maltas weiter. Unter ihrer Herrschaft trug Malta den Namen Maltat, welcher "sicherer Hafen" bedeutet. Das Seefahrervolk nutze die Insel als Zwischenhafen für lange Transporte auf dem Wasser und brachte sogar Mutterboden auf die felsige Insel, damit dort Ackerbau betrieben werden konnte. 480 v. Chr. eroberten die Karthager die Insel und bereicherten sie um weitere Siedlungen bis die Römer während der punischen Kriege die Insel für sich beanspruchten. So wurde Malta unter dem Namen 218 v. Chr. Melita ein Teil des römischen Reiches.

Aus einigen Überlieferungen ist zu erkennen, dass Malta 60 n. Chr. durch den Aufenthalt von dem Apostel Paulus christlich geprägt wurde. Schließlich endete die Zeit des römischen Reiches. Auch Malta bekam dadurch um das Jahr 870 n.Chr. mit den Arabern neue Bewohner. Später in der Geschichte ging die Insel als Kolonie in den Besitz der italienischen Provinz Sizilien über. Im 16. Jahrhundert erreichten die Ritter des Johanniter Ordens die Insel. Sie mussten durch den verstärkten Einfluss des osmanischen Reiches die Insel Rhodos verlassen. Karl V bot den Rittern die Insel Malta als Zufluchtsort an. Durch die Anwesenheit des Ordens bekam die Insel ihren noch heute erkennbaren Festungs- Charakter. Außerdem entstanden weitere Ortschaften und Kirchen. Die größte Befestigungsanlage ist die heutige Hauptstadt Valetta. Sie wurde 1565 erbaut, nachdem die Insel einen heftigen Angriff der Osmanen überstanden hat. Den Namen erhielt die Stadt durch den damaligen Großmeister des Ordens, Jean Parisot de la Vallette.

Der Johanniterorden blieb auf Malta bis Napoleon 1798 dort seinen Anspruch geltend machte. Die Franzosen wurden von den einheimischen Bewohnern zuerst als Befreier angesehen, die die Insel kampflos übernahmen. Doch diese plünderten die kleine Insel und deren Bewohner aus. Um den Franzosen zu entkommen, wurden 1814 die Engländer um Hilfe gebeten. Diese übernahmen die Insel von den Franzosen. Malta wurde danach aus freiem Willen ein Teil des britischen Commonwealth und damit wieder ein wichtiger Punkt für Handelsreisen und Militäraktionen. 1964 konnte Malta in die Unabhängigkeit entlassen werden. Die Insel blieb aber weiter hin ein Teil des Commonwealth. 1979 wurde schließlich die selbstständige Republik gegründet und die letzten Truppen der Briten verließen die Insel.

Malta ist seit dem 1. Mai 2004 Mitglied der Europäischen Union und hat im Januar 2008 den Euro als Währung eingeführt.


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