Die Erdkruste - Aufbau und Bewegungen

Die Erde gehört zu den Planeten unseres Sonnensystems mit fester Oberfläche. Anders als etwa der Gasriese Jupiter ist sie durch einen schalenförmigen Aufbau gekennzeichnet. Alle Schalen zusammen lassen das Bild unseres Himmelskörpers entstehen, wie wir ihn kennen.

Die für den Menschen wichtigste Schale bildet die Erdkruste, da sich auf ihr das gesamte Leben abspielt. Die Erdkruste reicht in eine Tiefe von rund 40 Kilometern. Allerdings kann die Kruste in einigen Regionen deutlich davon abweichen. So ist die Erdkruste in Gebirgszügen verdickt, während sie im Bereich der Spreizungszonen deutlich ausdünnt. Aufgrund ihres unterschiedlichen Aufbaus und einer anderen Dichte unterscheidet man kontinentale und ozeanische Kruste. Letztere entsteht entlang der mittelozeanischen Riftzonen, an denen der Erdmantel nahezu bis an den Meeresboden reicht und ständig basisches Magma aufsteigt. Aus dieser Zusammensetzung ergibt sich eine höhere Dichte des Ozeanbodens, was für die Plattentektonik von entscheidender Bedeutung ist. Die kontinentale Kruste setzt sich dagegen aus verschiedenen Gesteinen zusammen. Neben Magmatiten, die im Zusammenhang mit dem Aufstieg von Magma entstehen, finden sich im Bereich der kontinentalen Kruste Metamorphite (entstehen bei der Gesteinsumwandlung durch hohen Druck und Temperatur) und Sedimentgesteine. Letztere entstehen aus der Verwitterung und Ablagerung von Gesteinen. Anders als die ozeanische Kruste, die in weiten Teilen gleich aufgebaut ist, zeigt die kontinentale Kruste ein äußerst heterogenes Bild. Gleichzeitig ist die kontinentale Kruste wesentlich leichter.

Für die Bewegung der Erdkruste sind die Prozesse der Plattentektonik entscheiden. Darunter versteht man die Bewegung einzelner Krustensegmente, der Erdplatten, auf dem Erdmantel. Dessen oberste Schichten wirken wie ein Film, auf dem die Platten schwimmen und sich über den Globus bewegen. Die Wissenschaft hat in der Vergangenheit drei grundlegende Mechanismen entdeckt, die für die Bewegung der Platten von Bedeutung sind: die Krustenneubildung, das Abtauchen von Krustenteilen in den Erdmantel und die laterale Bewegung der Erdkruste. Alle drei Mechanismen finden an den Plattengrenzen statt. Überall dort, wo die Erdkruste neu entsteht, spricht man von divergierenden Plattengrenzen, etwa am ozeanischen Rücken im Atlantik und Pazifik. Divergierende Plattengrenzen in kontinentaler Kruste sind dagegen selten. Hier müssen Kräfte aus dem Erdinneren eine Platte erst dehnen, bis diese reißt und sich der Riss mit Magma aus dem Erdmantel füllt. Im weiteren Verlauf bildet sich hier ozeanische Kruste. Ein entsprechender Prozess spielt sich gerade im Roten Meer ab. Stoßen zwei Platten zusammen, kommt es dagegen zum Abtauchen einer Platte, wenn ozeanische auf kontinentale Kruste trifft. Es entsteht eine Subduktionszone, die schwere ozeanische Kruste wird in die Tiefe gezogen. Im Fall des Aufeinandertreffens von kontinentaler Kruste entstehen Gebirgszüge wie der des Himalaya durch die Kollision von Indien mit Asien. Entlang der Plattengrenzen kann es aber auch zu horizontalen Bewegungen kommen, wenn sich die Platten aneinander vorbei schieben. Ein Beispiel wäre der San-Andreas-Graben in den USA. Angetrieben werden diese Bewegungsprozesse der Erdkruste durch große Konvektionsströme im Erdmantel. Die einzelnen Konvektionszellen bewegen sich gegeneinander und schieben die einzelnen Platten über den Globus.


Weitere Geographie Referate

Lerntipps
Die folgenden Lerntipps für Schüler und Eltern sollen als Anregung und Ratgeber für ein effektives und richtiges Lernen dienen.
Btn-mehr
Spicken - Spicktricks
Du brauchst einen Spickzettel ? Erfolgreich spicken ohne erwischt zu werden - die besten Tipps und Tricks findest du hier !
Btn-mehr
Nachhilfe
Individuell erfolgreicher lernen sowie bessere Schulnoten durch den Einsatz gezielter Nachhilfe.
Btn-mehr