Aktive Vulkane in Europa

Das eigentlich Gefährliche an Vulkanen, den „Toren zur Unterwelt“, ist die lange Dauer, über die ein Vulkan erloschen erscheinen kann. Nur um dann plötzlich umso heftiger Feuer zu spucken wie etwa der Mount St. Helens in den USA. Andere Vulkane brechen dagegen mit steter Regelmäßigkeit aus, beispielsweise Vertreter auf Hawaii oder Island. In Europa existieren mehrere Vulkane, die derzeit als aktiv gelten. Das aktuellste Beispiel ist der Eyjafjallajökull, dessen Eruption 2010 über Tage den Flugverkehr in Europa behinderte. Aber auch andere Vulkane treten in Europa immer wieder in Erscheinung. Zu den bekanntesten Vertretern gehören Ätna, Stromboli, Vesuv und Eyjafjallajökull.

Der Ätna ist sicher einer der bekanntesten und gleichzeitig aktivsten Vulkane Europas. Er liegt nahe der beiden sizilianischen Städte Catania und Messina und ist mit 3.323 Metern der höchste Vulkan in Europa. Die Geschichte des Ätna begann vor etwa 600.000 Jahren. Der Vulkan besitzt 4 Gipfelkrater. Allerdings erfolgen Ausbrüche nur selten über einen dieser vier Gipfelkrater. Die Flanken des Vulkans sind mit parasitären Kratern übersät. Insgesamt nimmt der Ätna als aktivster Vulkan in Europa eine Fläche von rund 1.250 km² ein.

Der Stromboli ist ein besonderer Vulkan, da er einer ganzen Insel ihren Namen gegeben hat. Der Vulkankegel ragt mehr als 920 Meter über den Wasserspiegel und setzt sich unter der Wasseroberfläche bis in 2.000 Meter Tiefe fort. Der Stromboli in seiner heutigen Form ist ein recht junger Vulkan von nur 5.000 Jahren. Allerdings sitzt er auf einer Caldera, die auf vulkanische Aktivität vor dem heutigen Vulkan hindeutet. Das Besondere am Stromboli ist dessen kontinuierliche Tätigkeit, der eine ganze Vulkanaktivität ihren Namen verdankt. Am Stromboli kommt es mehrmals täglich zu kleineren Eruptionen.

Der Vesuv ist neben dem Ätna der bekannteste Vulkan in Europa, v.a. durch seine Eruption 79 n. Chr. Damals wurden die Ortschaften Pompeji und Herculaneum unter der Vulkanasche begraben. Der Vesuv ist 1.261 Meter hoch und liegt in unmittelbarer Nähe der italienischen Metropole Neapel. Typisch für den Vesuv sind die plinianischen Eruptionen, die durch eine besondere Chemie und Physik entstehen und in deren Folge eine Rauchsäule über Kilometer in die Höhe steigt. Die Eruptionen werden vom Auswurf großer Mengen Asche und pyroklastischen Strömen begleitet.

Der Eyjafjallajökull ist seit 2010 jedem Europäer bekannt, da er den Flugverkehr durch seine Aschewolke nahezu in ganz Nord- und Mitteleuropa lahmgelegt hat. Der Vulkan liegt im Süden Islands und ist einer von mehreren aktiven Vulkanen der Insel. Was den Ausbruch des Eyjafjallajökull so besonders gemacht hat ist die Tatsache, dass heißes Magma und das Schmelzwasser des Eyjafjallajökull-Gletschers eine explosive Mischung ergaben und die Eruption verstärkten. Die Wissenschaft ist sich nicht ganz einige, ob es sich beim Eyjafjallajökull um einen Schildvulkan oder einen Vertreter der Stratovulkane handelt. Der Eyjafjallajökull ist in den letzten 1.000 Jahren gleich mehrfach ausgebrochen.


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