Der innere Aufbau der Erde

Der innere Aufbau der Erde

In der Geographie beschäftigt man sich nicht nur mit den verschiedenen Ländern der Erde, deren soziale, politische und landschaftliche Entwicklung. Der innere Aufbau der Erde und die darin entstehenden Kräfte sind ein wichtiges Thema, um zum Beispiel Vorgänge an der Oberfläche der Erde erklären zu können. Dazu gehören in erster Linie Vulkanausbrüche, Erdverschiebungen und Tsunamis (riesige Flutwellen).

Da es Wissenschaftlern bisher nicht möglich ist bis in das tiefste Innere der Erde vorzudringen und so den inneren Aufbau der Erde zu bestimmen, bedient man sich anderer, indirekter Methoden. Dazu gehören in der Geographie sogenannte seismische und elektromagnetische Wellen, die künstlich erzeugt werden und in den Erdkörper eindringen. Durch diese Art von Röntgenstrahlen erfährt man wesentliches über die inneren Gesteinsschichten und deren Zusammensetzung.

Die äußere Erdkruste

Der Boden, auf dem sich Menschen und Tiere bewegen und Pflanzen wachsen, nennt man Erdkruste. Sie besteht aus meist sprödem Gestein und scheint sehr dick zu sein, da sie je nach Lage zwischen 10 und 30 Kilometer Dicke erreichen kann. Doch im Größenverhältnis zur Erde gesehen ist dies nur eine sehr dünne Schicht. Werden Bohrungen durchgeführt, so erreicht man schon sehr bald die nächste Schicht, die eine Temperatur von zirka 200 bis 300 Grad Celsius aufweist. Bis heute ist es den Wissenschaftlern der Geographie nicht möglich, mit Ihren hitzeempfindlichen Messgeräten weiter vorzudringen.

Zweite Schicht: Der Erdmantel

Nach etwa 30 Kilometern beginnt unter der Erdkruste die zweite Schicht: der obere Mantelbereich. Dieser erreicht eine Tiefe bis zu 600 Kilometern. In dieser Schicht herrscht eine sehr hohe Temperatur, so dass das Gestein durch die Hitze immer weicher und verformbarer wird. Danach beginnt die Schicht des unteren Mantelbereichs, der sich bis zirka 3000 Kilometer in das Erdinnere hinein erstreckt. Die Temperatur erreicht hier schon ungefähr 2700 Grad Celsius.

Im Bereich des Erdmantels kommt es häufig zu Bewegungen des Gesteins, in der Geographie auch "Konvektionsbewegungen" genannt. Dies entsteht, wenn sich flüssiges, heißes Gestein nach oben zur Erdkruste bewegt und wieder absinkt. Auf diese Weise kommt es zu Bewegungen der Kontinentalplatten und folglich zu Erdbeben. Solche Konvektionsbewegungen führen je nach Intensität aber auch zu Vulkanausbrüchen und zur Auffaltung von Gebirgen.

Die dritte Schicht: Der äußere Erdkern

Bewegt man sich weiter in die Tiefe, so trifft man zunächst auf eine begrenzende Schicht zwischen dem unteren Erdmantel und dem äußeren Erdkern. Diesen Grenzbereich nennt man in der Geographie die "D-Schicht". Sie liegt in etwa 3000 Kilometern Tiefe und erreicht eine Dicke von zirka 200 Kilometern. Hier herrschen Temperaturen von bis zu 5000 Grad Celsius. In solch einer Hitze wird das Gestein, dass vorwiegend aus Nickel und Eisen besteht, flüssig. Das flüssige Gestein bewegt sich raschfließend und erzeugt dazu noch elektrische Ströme. Hier entsteht auch das Elektromagnetfeld. Anhand dieser Daten kann man feststellen, welche Kräfte im äußeren Erdkern herrschen. Dieser reicht bis zu einer Tiefe von rund 5000 Kilometern.

Die vierte Schicht: Der innere Erdkern

Der innere Erdkern ist der Mittelpunkt der Erde. Hier herrschen unglaubliche 6300 Grad Celsius und ein enormer Druck. Durch den radioaktiven Zerfall von Elementen entsteht die Energie, die diesen Apparat in Bewegung hält und ist auch verantwortlich für Vulkanausbrüche. Für die Geographie sind diese Ereignisse immer von herausragender Bedeutung, da dies meist Veränderungen der Kontinentalplatten und somit eine Änderung der Kartenaufzeichnungen bedeutet.


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