Gewalt in Computerspielen

Der Verbreitungsgrad an Computerspielen ist enorm, insbesondere unter Jugendlichen. Neueste Untersuchungen zeigen, dass ein Großteil aller Schüler regelmäßig zum PC oder zur Spielekonsole greift, um darauf zu spielen. Bei den Jungen ist der Anteil besonders groß: Nahezu aller männlichen Jugendlichen im Alter von 14 bis 18 spielen mindestens einmal in der Woche, der Großteil sogar täglich.

Der relativ hohe Spielekonsum ist vielen Eltern ein Dorn im Auge. Allerdings ist dies nicht das einzige Problem: So wird von Spielegegnern vor allem bemängelt, dass sehr viele Computerspiele von Gewalt handeln. Nun ist es nicht so, dass jedes Computerspiel Gewalt verherrlichende Inhalte aufweist, deren Anteil ist jedoch nicht zu unterschätzen.

Spiele mit gewalttätigen Inhalten

Es gibt zwei Arten von Computerspielen, bei denen die Anwendung von Gewalt und das Töten zweifelsfrei im Mittelpunkt stehen. Bei der ersten Kategorie handelt es sich um die sogenannten „Shoot Em Up“ Games. Bei diesen Games übernimmt der Spiele die Steuerung einer Spielfigur, die sich durch verschiedene Landschaften bewegen und dabei versuchen muss, alle Gegenspieler auszuschalten. Die meisten Games dieser Art sehen einen intensiven Einsatz von Schusswaffen vor, wobei je nach Spiel nicht nur Computergegner, sondern teilweise auch reale Gegner bzw. die Spielfiguren anderer Mitspieler (Spieler an anderen Computern) auszuschalten sind.

Bei der zweiten Art handelt es sich um Echtzeitstrategiespiele. Das Grundprinzip dieser Spiele ist stets dasselbe: Der Spieler ist darum bemüht, eine Armee aufzubauen und mit dieser gegen andere Armeen anzutreten. Im Wesentlichen geht es darum, alle gegnerischen Armeen auszulöschen. Im Mittelpunkt steht das Aufbauen und Befehligen von Armeen, wobei es auch hier wieder möglich ist, gegen andere Mitspieler anzutreten.

Das Ausmaß der gezeigten Gewalt ist von Spiel zu Spiel ganz unterschiedlich. Es gibt Spieletitel, die vor allem deshalb so beliebt sind, weil der Anteil an gezeigter Gewalt besonders hoch liegt. Auf dem deutschen Spielemarkt werden teilweise auch überarbeitete Spieleversionen angeboten, die „entschärft“ wurden - beispielsweise indem kein Blut zu sehen ist. Kritiker bemängeln bei diesen Spielen, dass sich deren Sinn trotzdem nicht ändert.

Führt der tägliche Gewaltkonsum zur Abstumpfung?

Dass derartige Computerspiele nicht nur Zuspruch finden, verwundert nicht. Das fortlaufende Töten bzw. die anhaltende Anwendung von Gewalt führt laut Meinung zahlreicher Eltern, Pädagogen und Psychologen zu einer Abstumpfung. Diese Abstumpfung soll über den Bereich der Computer- und Videospiele weit hinausreichen - unter anderem auch in das Alltagsleben der Jugendlichen. Die zunehmende Jugendgewalt (zumindest unter Berücksichtigung des Ausmaßes von Gewaltanwendung) wird deshalb gerne als Folge des übermäßigen Konsums von Gewalt verherrlichenden Computerspielen betrachtet. Ob die Schuld tatsächlich bei den Spielen liegt bzw. ob diese überhaupt eine Auswirkung haben, ist allerdings nicht bestätigt. Expertenmeinungen dazu reichen weit auseinander. Es gibt nämlich auch Psychologen, die den Jugendlichen ein ausreichendes Urteilsvermögen attestieren, sodass sie absolut sicher zwischen Computerspiel und Realität unterscheiden können.


Weitere Ethik Referate

Lerntipps
Die folgenden Lerntipps für Schüler und Eltern sollen als Anregung und Ratgeber für ein effektives und richtiges Lernen dienen.
Btn-mehr
Spicken - Spicktricks
Du brauchst einen Spickzettel ? Erfolgreich spicken ohne erwischt zu werden - die besten Tipps und Tricks findest du hier !
Btn-mehr
Nachhilfe
Individuell erfolgreicher lernen sowie bessere Schulnoten durch den Einsatz gezielter Nachhilfe.
Btn-mehr