Gentechnik

Schon seit Jahrzehnten beschäftigen sich Wissenschaftler mit der Genetik und bemühen sich um die Entschlüsselung einzelner Genome. Zugleich wird versucht, diese zu verändern: Das Ziel ist es, besondere Eigenschaften durch Veränderung des Erbgutes zu erzielen - ganz egal ob es dabei um Tiere oder Pflanzen geht.

Die Einstellung der meisten Leute gegenüber dem Thema Gentechnik gilt als sehr verhalten. Zunehmend mehr Personen werden kritischer, was vor allem daran liegt, dass in den Medien immer häufiger negativ über die Gentechnik berichtet wird. Allerdings müssen die meisten Leute zugeben, dass sie über die Hintergründe kaum Bescheid wissen – was man ihnen jedoch nicht anlasten kann. Denn tatsächlich liegen vergleichsweise wenige Studienergebnisse vor, die Auskunft über die Gentechnik und ihre Gefahren geben.

Vision: Gentechnik soll das Leben verbessern

Die Zielsetzung der Wissenschaftler ist ganz simpel: Die Gentechnik soll dabei helfen, das Leben zu verbessern und zu vereinfachen. Schließlich könnte die Gentechnik zahlreiche Probleme lösen, etwa den globalen Mangel an Nahrungsmitteln. So wird beispielsweise versucht Pflanzen zu entwickeln, die einen deutlich höheren Ernteertrag liefern und resistent gegen Schädlinge und Pflanzenschutzmittel sind. Nutztiere können genetisch so verändert werden, dass auch sie massiger oder ertragreicher werden und somit mehr Nahrung liefern.

Ein weiterer Anwendungsbereich der Gentechnik ist die Medizin. Wissenschaftler und Pharmaunternehmen erhoffen sich, Krankheiten mithilfe der Genetik heilen zu können. Ob es um Aids, Krebs oder andere schwerwiegende Krankheiten geht, ist dabei zweitrangig: Durch einen unmittelbaren Eingriff auf der genetischen Ebene wird versucht, die medizinischen Probleme der heutigen Zeit zu lösen und somit Millionen von Menschen zu helfen.

Betrachtet man diese Ziele genauer, so kann gesagt werden, dass die Ziele der Wissenschaftler und Unternehmen durchaus lobenswert erscheinen. Millionen wenn nicht sogar alle Menschen könnten einiges Tage – wenn entsprechende Lösungen gefunden sind - von der Gentechnik profitieren.

Risiken der Gentechnik

Allerdings verfügt die Gentechnik auch über gewisse Schattenseiten. Hierzu zählt vor allem die Tatsache, dass die Auswirkungen genetischer Veränderungen kaum erforscht sind. Im Endeffekt betreiben die meisten Wissenschaftler ein Versuchsspiel nach dem „Try and Error“ Prinzip, bei welchem nur ganz langsam herausgefunden wird, welche Änderungen wirklich durch genetische Eingriffe hervorgerufen werden.

Eines der größten Probleme besteht darin, dass eine genetische Änderung nicht unbedingt nur die Sache verändert, an der die Wissenschaftler gearbeitet haben. Die veränderten Zellen können letztlich noch weitere Eigenschaften gewinnen – Eigenschaften, die womöglich unentdeckt bleiben und gleichzeitig sehr gefährlich bzw. gesundheitsschädlich sind. Deshalb ist es aus Sicht der Kritiker umso wichtiger, ausführliche Tests durchzuführen. Allerdings kosten Langzeitstudien viel Geld – Geld, das die Unternehmen häufig nicht ausgeben möchten. Somit kann es zu einer Bedrohung der Verbraucher kommen: Zunehmend mehr gentechnisch veränderte Produkte kommen auf den Markt, ohne dass man über Nebenwirkungen (besonders Langzeitwirkungen) tatsächlich Bescheid weiß. Dies bedeutet nicht, die Forschungsarbeiten einstellen zu müssen. Sinnvoll könnte es jedoch sein, die Auswirkungen der genetischen Veränderungen besser zu erforschen und Produkte zur Warnung der Verbraucher zu kennzeichnen.


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