Aktive Sterbehilfe

Es gibt Personen, denen es gesundheitlich nicht gut geht und die sich deshalb den Tod herbeisehnen. Nicht immer befinden sich diese Personen in der Lage, Suizid zu begehen, weshalb sie auf die Hilfe anderer Personen angewiesen sind. Wenn andere Personen die geforderte Hilfe leisten, so wird von aktiver Sterbehilfe gesprochen.

Überwiegend handelt es sich um schwer kranke Personen, die zum Beispiel starke Schmerzen ertragen müssen, dies jedoch nicht mehr wollen und daher eine aktive Sterbehilfe wünschen. Auf der anderen Seite kommt es vor, dass Menschen nicht mehr bei Bewusstsein sind und somit nicht mit der Außenwelt kommunizieren können. Hierzu zählen beispielsweise Patienten im Wachkoma oder Patienten mit Locked-In Syndrom. In solchen Fällen kommt es vor, dass Dritte (zumeist nahe Angehörige) mit dem Gedanken spielen, aktive Sterbehilfe zu leisten, um die betroffenen Personen von ihren (mutmaßlichen) Schmerzen und Qualen zu befreien.

Sterbehilfe ist ein Thema, das vor allem in Deutschland mit Samthandschuhen angefasst wird. Auf der einen Seite gibt es Personen, die sich für die aktive Sterbehilfe aussprechen und deshalb eine Überarbeitung der Gesetze fordern. Andere sprechen sich hingegen strikt dagegen aus und fordern beispielsweise eine härtere Bestrafung für diejenigen, die aktive Sterbehilfe leisten.

Zu den Institutionen, die sich beispielsweise ganz bewusst gegen das Leisten aktiver Sterbehilfe ausspricht, zählt die Kirche. Aus Sicht der Kirche ist das Leben ein Geschenk Gottes, weshalb auch ausschließlich Gott darüber richten bzw. entscheiden darf, wann eine Person stirbt und er sie somit zu sich zurückholt. Aber auch im Bereich der Wissenschaft finden sich Kritiker bzw. Gegner der aktiven Sterbehilfe. Einige Mediziner halten es für zwingend erforderlich, das menschliche Leben zu erhalten, solange es möglich ist. In diesem Zusammenhang ist zu erwähnen, dass auch wirtschaftliche Interessen in solchen Fällen eine wichtige Rolle spielen. Die medizinische Betreuung von Patienten, um die eine Diskussion hinsichtlich der Leistung aktiver Sterbehilfe geführt wird, ist häufig sehr kostspielig, sodass Krankenhäuser, Ärzte und auch Pflegeeinrichtungen damit gutes Geld verdienen.

Auf der anderen Seite stellt sich natürlich die Frage, ob Menschen so unmittelbar über das Leben anderer Menschen entscheiden dürfen - besonders wenn sich die betroffenen Personen nicht in der Lage befinden, sich selbst mitzuteilen. Kritiker sprechen deshalb auch sehr schnell von geplantem Mord. Hierin liegt auch das Problem für all diejenigen, die Sterbehilfe leisten möchten: Das Leisten der Sterbehilfe kann ernsthafte Konsequenzen bzw. eine Bestrafung nach sich ziehen, die keinesfalls zu unterschätzen ist. Sollte beispielsweise ein Gericht den Tatbestand des Mordes bestätigen, so drohen hohe Strafen.

Eine Ausweichmöglichkeit stellt bisher ausschließlich der Gang ins Ausland dar. Es gibt wenige Länder, in denen das Leisten aktiver Sterbehilfe erlaubt ist. Zu diesen Ländern zählen Belgien, Luxemburg, die Niederlande und die Schweiz. Allerdings herrschen auch dort gesetzliche Einschränkungen vor, weshalb man sich – sofern man die dort erlaubten Möglichkeiten ausschöpfen möchte – im Vorfeld genau informieren muss.


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