Abtreibung

Nicht jede Schwangerschaft ist gewollt und nicht immer besteht dann der Wunsch, das Kind auch auf die Welt zu bringen. Besonders in unserer westlichen Welt, in der ein ausgeprägtes Wohlstands- und Karrieredenken anzutreffen ist, steht für etliche Frauen fest, dass ein Schwangerschaftsabbruch durchgeführt werden soll. Umgangssprachlich wird ein solcher Abbruch auch als Abtreibung bezeichnet.

Eine Abtreibung ist letztlich nichts anderes als ein medizinischer Eingriff, der eine Entfernung des Embryos zur Folge hat. Die Durchführung erfolgt - zumindest in Deutschland - bei einem Facharzt, um die gesundheitlichen Risiken gering zu halten.

Hindernisse Moral und Gesetz

Aus medizinischer Sicht kann eine Abtreibung vergleichsweise schnell und unkompliziert durchgeführt werden. Dennoch ist das Thema sehr umstritten und bereitet Frauen und auch häufig deren Partnern große Probleme. Zum einen können moralische Zweifel auftreten, zum anderen muss unter Umständen ein Gesetzesbruch begangen werden.

Das moralische Problem besteht vor allem darin, eine Entscheidung über die Beendigung menschlichen Lebens treffen zu müssen. Diese Entscheidung fällt meist alles andere als leicht. Hinzu kommt die Tatsache, dass es viele Abtreibungsgegner gibt, die den Frauen Mord vorwerfen. Besonders die USA sind für ihre militanten Abtreibungsgegner bekannt - ein Schwangerschaftsabbruch gilt in zahlreichen Ländern als verboten. Hiermit wäre die gesetzliche Problematik bereits angesprochen: Nicht überall ist die Durchführung von Schwangerschaftsabbrüchen gestattet. Unter Umständen drohen den Frauen sehr hohe Strafen - ebenso wie den Medizinern, die entsprechende Eingriffe durchführen.

Aber auch die Abtreibungsgegner werden kritisiert. So wird von Befürwortern gerne auf das Selbstbestimmungsrecht der Frau verwiesen. Jede Frau soll über das Recht verfügen, selbst darüber zu entscheiden, ob sie ein Kind auf die Welt bringen möchte oder nicht. Dementsprechend haben es die Gesetzgeber nicht leicht, sich festzulegen: Auf der einen Seite spricht die Tötung menschlichen Lebens gegen den Schwangerschaftsabbruch, auf der anderen spricht das Recht auf Selbstbestimmung für eine Duldung entsprechender medizinischer Eingriffe.

Gesundheitliche Risiken beim Schwangerschaftsabbruch

Der Abbruch einer Schwangerschaft hat zur Folge, dass der Embryo nicht überleben wird. Doch auch das Leben der abtreibenden Frau kann bei der Durchführung einer Abtreibung gefährdet werden. Immerhin versterben jährlich 70.000 Frauen an den Folgen einer Abtreibung.

Generell gilt eine Abtreibung als ungefährlich, zumindest wenn sie auf medizinisch hohem Niveau durchgeführt wird. Das Problem besteht darin, dass eine fachgerechte Durchführung nicht immer möglich ist, was zu Komplikationen führt. Dies gilt besonders für Länder, in denen Schwangerschaftsabbrüche verboten sind.

Das Auftreten von Komplikationen muss nicht zwingend den Tod der Abtreibenden zur Folge haben. Allerdings gibt es noch weitere Risiken wie zum Beispiel den Verlust der Gebärfähigkeit. Dieser Verlust ist in zahlreichen Fällen auf eine Beschädigung der Gebärmutter zurückzuführen. Ebenso besteht das Risiko, dass es bei späteren Schwangerschaften zu Frühgeburten kommt.


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