Unsere Knochen - stabil und doch fragil

Mehrere hundert Knochen bilden das Stützgerüst unseres Körpers. Doch diese Knochen sind nur scheinbar so massiv und stabil. Im mikroskopischen Präparat erkennt man ein fragiles Gebilde aus Knochenbälkchen, und die sind einem ständigen Austausch von Substanzen unterworfen. Osteoklasten siedeln sich auf der Innenfläche der Knochen an und bauen Knochensubstanz ab. In den Zwischenräumen bilden sich Osteoblasten, die als Gegenspieler das organische Gerüst der Knochensubstanz wieder aufbauen. Dabei müssen sie Schwerstarbeit leisten, denn die Osteoblasten sind zwanzigmal kleiner als die Osteoklasten. Zusätzlich werden Kalziumkarbonat und Kalziumphosphat eingelagert, um den Knochen zu mineralisieren und ihm die nötige Stabilität zu verleihen.

Solange der Körper im Wachstum ist, überwiegt die Aufbauleistung der Osteoblasten und die Knochen wachsen mit. Ein Wachstumsschub gibt es in der Pubertät. Erst im Alter von etwa 35 Jahren ist das Maximum der Knochendichte erreicht. Danach wird zwar immer noch neues Knochengewebe gebildet, doch die Abbauprozesse der Osteoblasten überwiegen.Die Biologie lehrt uns damit, dass die Knochen poröser und damit auch brüchiger werden. Bei Männern geht der Knochenverlust langsam weiter, bei Frauen jedoch setzt er sehr plötzlich und dramatisch in den Wechseljahren ein. Denn das Hormon Östrogen regt das Knochenwachstum an. Da mit den Wechseljahren die Östrogenproduktion eingestellt wird, kommen auch die Aufbauprozesse im Knochen zum Erliegen. In der Biologie ist das ein natürlicher Alterungsprozess. Nimmt der Knochenschwund aber so dramatisch zu, dass sich Hohlräume und Lücken bilden, so ist das Stadium der Osteoporose erreicht. Dann werden Knochen brüchig und sind den Belastungen im Alltag nicht mehr gewachsen. Bei Stürzen sind vor allem die Handgelenke, die Lendenwirbel und der Oberschenkelhals gefährdet. Weitere Bruchstellen in den Wirbeln führen zu einem allmählichen Zusammensacken und Einsinken der Wirbelsäule, die Körpergröße nimmt ab und es bildet sich der für Osteroporosepatienten typische Rundrücken.

Und was ist mit den Männern laut der Biologie? Die produzieren doch gar kein Östrogen. Doch in den Hoden, zwar nur in geringen Mengen, aber hier übernimmt das männliche Hormon Testosteron die Balance zwischen Auf- und Abbauprozessen im Knochenbau.

Vorbeugen kann man der Osteoporose vor allem durch eine gesunde Lebensführung von Jugend an, dazu gehört Sport treiben und gesunde Ernährung zur Deckung des Kalziumbedarfs, Verzicht auf Alkoholexzesse und Zigarettenkonsum, denn das sind beides echte "Knochenräuber". Nur so sammelt sich in jungen Jahren genügend Knochenmasse an, um gerüstet fürs Alter zu sein. Die Biologie gibt immer wieder neue Erkentnisse.


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